Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 340 (sequence 350)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Haifa 1× ep/1047930
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nur dadurch, daß man städtischen Boden auch hierfür erwirbt, kann der N. F. den Kampf gegen den Boden- und Mietwucher aufnehmen. Die Jahreskonferenz hatte ja beschlossen, daß der N. F. auch städtischen Boden erwirbt. Jetzt besitzt der N. F. schon eine Million Quadrat-Pik, also über 600 Dunam städtischen Boden, und zwar hat er in Jerusalem 60 000 Pfund, in Jaffa 30 000 Pfund und in Haifa 25 000 Pfund investiert. Darunter befinden sich einige recht wichtige Käufe. Er besitzt z. B. in Tel Awiw 200 Dunam, die bestimmt sind für 200 Häuser mit 400 Wohnungen für die Flüchtlinge aus anderen Quartieren in Jaffa. Weitere 300 Dunam besitzt er in der Nähe von Jaffa in der sogenannten Borochowkolonie nördlich von Jaffa, die zum Bau von 100 Häusern mit Nutzgärten bestimmt sind. In Jerusalem hat der N. F. kürzlich einiges Terrain bei dem neuen Stadtteil Talpiot für eine Misrachikolonie erworben. Der größte Teil wird ihm aus einer Stiftung des Misrachi zur Verfügung gestellt. Außerdem besitzt der N. F. größere Terrains innerhalb der Stadt Jerusalem selbst und hat noch einen größeren Kredit der P. D. C. gegeben, um diesen ganzen Besitz, der nur einheitlich gekauft werden konnte, von dem griechischen Patriarchat zu erwerben. Es sind auch Unterhandlungen im Gange, um den Bodenbesitz der Universität und des Technikums in Haifa in den Besitz des N. F. überzuführen. An den N. F. werden jetzt sehr viele Anforderungen gestellt, Terrains für Schulbauten, für die Bibliothek und für andere öffentliche Institute herzugeben. Es ist noch eine ungeklärte Frage, wieweit sich der N. F. darauf einlassen darf, diesen Forderungen stattzugeben. Wir haben uns prinzipiell mit dieser Frage noch gar nicht beschäftigt. Meine persönliche Ansicht ist, daß es keine Prinzipienfrage für den N. F. sein darf, daß wir aber natürlich mit diesen Käufen nur vorsichtig vorgehen dürfen, um uns nicht zu großer Mittel zu entblößen. Denn, geehrte Versammlung, die Lage des N. F. ist momentan eine schlechte. Es sind wenig flüssige Gelder vorhanden oder, besser gesagt, den flüssigen Geldern, die bis zum 15. August 165 000 Pfund betrugen, also ziemlich bedeutend waren, stehen Verpflichtungen von 125 000 Pfund gegenüber, so daß momentan noch nicht einmal ganz die Reserven gedeckt sind, die das Direktorium beschlossen hat, an Stelle des aufgehobenen Reserveparagraphen dort festzuhalten. Es hat nämlich beschlossen, stets 50 000 Pfund festzuhalten, um unerwarteten, dringenden Bedürfnissen genügen zu können. Wir zweifeln freilich nicht, daß wir nicht in Not kommen werden, wenn einigermaßen die Nationalfondseingänge sich auf der Höhe des letzten Jahres halten, so kommen wir heute aus. Wir werden darum nicht nur unseren Verpflichtungen nachkommen können, sondern vielleicht noch kleinere Terrains hinzukaufen können; aber große Käufe können wir nicht machen und unsere Aufgabe ist es doch, möglichst schnell den Bodenbesitz des Gemeineigentums des N. F. zu vermehren. Darum 340