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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 337

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 337 (sequence 347)
Language
German, English, Hebrew
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aufbringen, der N. F. soll ihnen aber das Land aus allgemeinen Mitteln zur Verfügung stellen. Das ist natürlich eine Forderung, auf die einzugehen dem N. F. sehr schwer fallen dürfte. Dann könnte jede Landsmannschaft kommen und wo sollen wir dann mit unseren geringen Ländereien hinkommen? Es sind bisher schon mehrere hunderttausend Dunam von den Landsmannschaften gefordert worden, während wir überhaupt nur 40 bis 50 000 Dunam zur Verfügung haben, von denen ein Teil, hoffentlich ein großer, für diejenigen Siedler aufgespart werden muß, die in Palästina schon viele Jahre gearbeitet und das Land mitverteidigt haben. Das eine hoffen wir von diesen Bestrebungen, daß sie eine große propagandistische Wirkung ausüben werden. Aber der Schwierigkeiten sind zu viele, als daß man jetzt etwas Bestimmtes darüber sagen kann. Es ist eine terra incognita, die man durch langwierige Zusammenarbeit von palästinensischen und auswärtigen Sachverständigen zu einem befriedigenden Abschluß bringen kann. Ich komme jetzt zu einigen der kleineren Sammelmitteln, speziell zur Baumspende und zwar beginne ich mit dem, was jetzt so häufig ein Schlagwort ist, mit dem sogenannten H e r z 1 - w a 1 d, „sogenannt" aus zwei Gründen. Einerseits behaupten viele, es gebe kar keinen Herzlwald. Viele Leute, die Palästina besuchen, namentlich solche, die nur 2 bis 3 Wochen in Palästina weilen und vielleicht mit dem Auto durchfahren, sehen den Wald nicht und sagen dann, es ist ein großer Schwindel, einen Herzlwald gibt es nicht. Dies liegt hauptsächlich daran, daß die früher gepflanzten Bäume Olivenbäume waren und, auch wenn sie gut gewachsen sind, keinen Wald ergeben, da sie weit auseinander stehen. Das gibt einen Hain, aber keinen Wald. Diese Olivenbäume müssen weit auseinander gepflanzt werden und machen ebensowenig den Eindruck eines Waldes, wie man bei uns etwa von Apfelwäldern sprechen würde. Der andere Grund ist, daß tatsächlich sehr viele Bäume, die meisten in Ben Schemen und Hulda, durch den Krieg vernichtet wurden. Wir haben eine Zählung anstellen lassen und sie ergab, daß im Jahre 1920 auf den Ländereien des N. F. nur mehr 50 000 Bäume waren. Die Bäume sind teilweise recht zerstreut und stehen an verschiedenen Stellen, so daß sie tatsächlich nicht einmal den Eindruck von Hainen machen. Wir haben aber die Pflicht, für jede Spende auch einen Baum zu pflanzen und das haben wir seither nachgeholt, indem wir nicht Olivenbäume pflanzen, sondern zum Teil Bäume, die einen waldmäßigen Charakter haben, also Eukalypten, Akazien, Zypressen, Kiefern, Pinien u. dergl. Davon steht nun eine große Menge, 600 000 oder 500 000, das läßt sich schwer konstatieren, jedenfalls sind es mehr als die Zahl der bisherigen Baumspenden. Sie sind freilich, da sie alle nach dem Kriege und die meisten erst im vorigen Jahr gepflanzt sind, noch sehr klein und machen noch nicht den Eindruck wirklicher Bäume, sie werden 22 337

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