Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 334 (sequence 344)
- Language
- German, English, Hebrew
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risch genau von denen zu trennen, bei denen auch unsere Organisation beteiligt ist und bei denen sie auch Verluste hatte. Natürlich sind diese dauernden Verluste der Farmen, die wir ja schon seit langem konstatieren, nicht angenehm und es war schon lange unser Wunsch, daß diese Verluste dem N. F. abgebürdet würden. Im letzten Jahre ist es uns auch gelungen, die Exekutive zu bestimmen, daß diese Verluste nicht vom N. F., sondern von der Palästinakommission getragen würden. In Zukunft müssen wir aber trachten, auch dies zu vermeiden, und es sind jetzt verschiedene Pläne aufgestellt, teils um diese Farmen gänzlich vom N. F. abzustreifen, indem an Stelle dieser Farmen, die durch die Kwuzoth verwaltet werden, Privatleute installiert werden, indem man ferner einzelne Farmen der Versuchsstation überweist usw. Ich kann hier auf diese Fragen nicht näher eingehen, da sie mehr in die Kommission gehören, weil sie eine Menge technischen Wissens und technischer Kenntnisse voraussetzen, die man im Plenum hier nicht erwarten kann. Der Versuch einer Besserung der Erträgnisse wird natürlich sehr wesentlich gefördert werden, wenn es gelingt, das Versuchswesen, welches erst im vorigen Jahre begonnen hat, weiter auszubauen, und es ist erfreulich, daß beschlossen wurde, für dieses Jahr einen etwas größeren Fonds bereitzustellen, um die landwirtschaftlichen Versuche weiter auszudehnen, die ihren Hauptsitz in diesem Jahre wohl in Ben Schemen, im Emek, im oberen Jordantale und in Berseba, dem zukünftigen Kolonisationsgebiet haben werden. Wie die Kolonisation gehandhabt werden wird, ob individuell oder genossenschaftlich, ist für den N. F. irrelevant. Nur meine ich persönlich, daß es wohl kaum angeht, sämtliche N. F.-Farmen in den individuellen Besitz von Kolonisten zu bringen. Wir haben, wie früher, so auch jetzt, als unsere Pflicht erkannt, auch den genossenschaftlichen Bestrebungen Raum in unserem Besitze zu gönnen, und ich glaube nicht, daß es recht ist, wenn wir dieses Prinzip nur wegen einiger Verluste, die wir gehabt haben, jetzt völlig aufgeben. Außer diesen Farmen besaß der N. F. bis zum Kriege nur die an die Palestine Development Compagnie verpachtete Farm Kinereth, schwer verwendbares Land in Hattin und einige meist geschenkte Parzellen, zusammen 21 268 Dunam Landbesitz. Jetzt will ich zu den Neuerwerbungen übergehen. In den letzten Monaten des Jahres 1920 wurden 5 Terrains gekauft im Umfange von 4036 Dunam, die größtenteils dem Odessaer Komitee gehörten und uns zu einem sehr billigen Preise gegeben wurden, nämlich zu dem Preise der früheren Darlehen, die wir dem Odessaer Komitee gegeben hatten. In dieses Jahr (1921) fällt im wesentlichen der große Kauf in der Emek, über den Sie schon gehört haben, so daß ich kaum darauf zurückzukommen brauche. Die Käufe krönen einen Versuch, der, wie Sie auch schon gehört haben, 30 Jahre alt ist. Es sind Kauf- 334