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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 307

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 307 (sequence 317)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4607-3480751
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Etwa 10,5 Prozent des Gesamtbetrages Pfd. St. 24 304 figurierten als Schuld verschiedener Institutionen, wie z. B. des Vaad Hagirah, welcher gegen Kriegsende in Galiläa arbeitete, die Ernten der Kwuzoth in der Zeit der Not verwendete, dafür aber keintf volle Zahlung leistete. Etwa 20,5 Prozent 46 914 Pfd. St. stellen Verluste dar. Die Verluste sind in folgende Kategorien einzuteilen: Pfd. St. 1. Verluste der Okkupations- und Administrationsperiode 8 303.2 2. Kriegsschäden, deren Ersatz von der Regierung gefordert werden............., . . 11177.6 3. Kursverluste................. 7 873.3 4. Verluste durch den Ueberfall in Obergaliläa..... 8 669.9 5. Verluste der Kwuzoth selbst......... . 10 890.7 46914.7 Soweit Ettinger. Nur 11000 Pfd.St., d. h. 5 Prozent des investierten Betrages sind also eigentliche Betriebsverluste. Aber diese Verluste sind zehnmal wettgemacht durch die landwirtschaftliche Erfahrung, die sich Hunderte von Arbeitern in den Farmen angeeignet haben. Ich will dabei garnicht in Rechnung stellen, was es für unsere politische Position zu bedeuten gehabt hat, daß wir durch die Farmen so viele Siedlungen in Palästina mehr hatten, und welch großen Anteil die Farmen während des Krieges an der Aufrechterhaltung der Ausdauer und des Mutes der palästinensischen Bevölkerung, der sie in der schlimmsten Hungerzeit Getreide geben konnten, gehabt haben. Daß wir im Beginne der landwirtschaftlichen Kolonisation nicht die Einzelkolonisation nach dem Muster der I. C. A. machten, war übrigens, von allem anderen abgesehen, schon darin begründet, daß wir dazu nicht das nötige Geld hatten. Wir waren nicht imstande, wie es nötig gewesen wäre, für so und soviele Kolonisten auf einmal Häuser zu bauen und sie mit dem nötigen Inventar auszurüsten. Wir hatten jährlich nur ganz kleine Beträge zur Verfügung, die vielleicht dazu ausgereicht hätten, 10 Kolonisten jedes Jahr nach dem Muster der I. C. A. anzusiedeln. Aber es bedarf wohl keiner Ausführung, daß es unmöglich gewesen wäre, die gesamten Gelder der Zionistischen Organisation für eine so geringe Zahl von Menschen zu verwenden. Die Farmen gaben uns die Möglichkeit, sofort eine größere Zahl von Arbeitern in die Landwirtschaft hineinzubringen. Allerdings mußten wir, da wir bei der Gründung der Farmen nur das notwendigste an Gebäuden und Inventar beistellen konnten, in den folgenden Jahren weitere Beträge zur Komplettierung der Wirtschaft aufwenden. Wir waren infolge der finanziellen Situation nicht zur einmaligen kompletten Ausgestaltung imstande, sondern mußten gewissermaßen eine Kolonisation auf Ratenzahlungen 20* 307

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