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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 303

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 303 (sequence 313)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4603-3480747
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Position. Allerdings müssen wir immer wieder uns klar machen, daß diese jungen Leute nur zum kleinen Teile bisher eine dauernde Beschäftigung gefunden haben. Sie sind in der Hauptsache bei den öffentlichen Arbeiten beschäftigt. Das ist nur eine vorübergehende Tätigkeit und wir werden diese wertvollen Menschen verlieren, wenn wir ihnen nicht in Landwirtschaft, im Bauwesen und der Industrie dauernde Existenzmöglichkeiten erschließen. Der Kauf von Boden hat uns 80 000 Dunam erstklassigen landwirtschaftlichen Boden gebracht. Etwa die Hälfte dieses Bodens ist vom J. N. F. erworben, die andere Hälfte von der P. L. D. C. für sich selbst oder für private Gesellschaften. Sie wissen, welche Zwistigkeiten sich an diesen Kauf anschlössen. Ich kann an dieser Stelle nur das wiederholen, was ich in dieser bis zum Ueberdruß breitgetretenen Sache schon so oft gesagt habe: der Kauf bot dem J. N. F. die einzige Möglichkeit, unter besten Zahlungsbedingungen erstklassigen Boden in großen Flächen zu bekommen, durch welche eine systematische Kolonisation überhaupt erst möglich wird. Es wäre eine unverzeihliche Unterlassung der Vertretung des J. N. F. in Palästina gewesen, wenn sie diese Möglichkeit nicht benützt oder durch langes Warten und Zaudern aufs Spiel gesetzt hätte. Die Durchführung des Kaufes ist der Unermüdlichkeit von Herrn Hankin zuzuschreiben, dessen Namen schon ein früherer Redner hier erwähnt hat, und dessen ungewöhnliche Gaben ich hier rühmend hervorheben möchte. Wenn wir heute in der Lage sind, überhaupt über landwirtschaftliche Kolonisation als von etwas realem zu sprechen und nicht leere Theorie zu treiben, so verdanken wir das diesen Käufen. Auch alle Versuche mit intensiver Kultur auf bewässertem Boden haben erst durch diese Käufe eine reale Basis bekommen, denn erst durch sie verfügen wir über große Flächen leicht bewässerbaren Bodens in guter Verkehrslage. Alles in allem können wir sagen, daß die im letzten Jahre erworbenen Böden uns für eine Reihe von Jahren mit Boden versorgt haben, so daß wir viel mehr als bisher imstande sind, eine vernünftige Preispolitik zu treiben und übertriebene Preisforderungen zurückzuweisen. Außer den von zionistischen Gesellschaften erworbenen Böden ist der jüdische Besitz auch dadurch vermehrt worden, daß die palästinensische Regierung das große Sumpf- und Dünengebiet zwischen Sichron Jacob und Athlith der I. C. A. auf langjährige Pacht überließ. Die I. C. A. wird dieses Gebiet durch großzügige Entsumpfungsarbeiten der Kultur erschließen. Die Mittel dafür sind von dem größten Freunde Palästinas, dem Baron Edmund von Rothschild, zur Verfügung gestellt worden, der damit aufs neue seine unauslöschliche Liebe zu Palästina bewiesen hat, der wir schon so viel verdanken. In unseren Kreisen ist vielfach die Meinung ausgesprochen worden, daß wir große Flächen Regierungsland erhalten und 303

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