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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 289

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 289 (sequence 299)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4589-3480733
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des Economic Council, über welchen hier auch verächtlich gesprochen wurde. Der Economic Council existiert und hat die Arbeit angefangen. Es ist unsere Sache, ihn zur Arbeit zu ermutigen, aber es ist nicht unsere Sache, ihn als zionistische Leitung zu proklamieren. Weder sind wir reif zum Empfange dieser Männer, noch sind die Männer reif, um zu uns zu kommen. Aber durch jahrelanges Arbeiten auf beschränktem Gebiete wird sich vielleicht einmal ergeben, daß diese Männer uns näher kommen können. Nicht früher, und es ist deswegen ein Fehler, ihnen jetzt die Leitung übertragen zu wollen. Meine Herrschaften! Es ist spät. Ich will diese Leitung nicht verteidigen und will am wenigsten mich verteidigen. Wir haben in London und in Palästina schwere Fehler begangen und werden, wenn wir in der Leitung bleiben, auch andere Fehler begehen. Das ist menschlich. Ich bitte Sie aber, wenn Sie nächstens eine Leitung wählen, dann sorgen Sie auch dafür, daß die Autorität, die der Leitung gegeben wird, proportionell ist der Verantwortung, die auf sie fallen wird; mindestens das muß man ihr geben. Machen Sie Ihre Leitung nicht zum Gefangenen, machen Sie siezuDienernderZionistischen sehen Organisation. Für meine Person erkläre ich feierlich, daß ich mich nicht mehr von meiner eigenen Arbeit werde einfangen lassen. Alle konnten demissionieren, heute war es N a i - d i t s c h und Zlatopolsky, morgen waren es Simon und de Lieme, übermorgen war es B r a n de is. Der einzige, der nicht resignieren konnte, war ich. Wir werden uns die Freiheit reservieren, auch demissionieren zu können. Zwingen Sie uns nicht in Ketten, denn das stört die Arbeit und das macht die anderen weniger verantwortlich. Wenn der Kongreß der Höhe der Verantwortung gerecht werden will, die jetzt auf ihm liegt, so müssen Sie eine Leitung erwählen, die der Verantwortung bewußt sein und auch die nötige Autorität haben wird. Es ist wahr, was hier gesagt worden ist, daß man manchmal Dinge tun mußte, ohne das Actions-Comitee zu befragen. Die Not hat dazu gezwungen. Man konnte das Actions- Comitee während des Krieges und sogar nach dem Kriege nicht mit der Schnelligkeit einberufen, mit welcher es notwendig war. Es ist wahr, daß das ein Fehler war, daß es diktatorisch erscheint, aber zwingen Sie mich nicht dazu, Diktator sein zu müssen. Ich habe nie hineingeredet in Gebiete, welche ich nicht verstanden habe, aber es haben andere in mein Gebiet hineingeredet, die davon sehr wenig verstanden haben. Das hat zu Reibungen und zu Fehlern geführt. Jetzt ist es das erste Mal, daß der Kongreß eine legale, mit der ganzen Autorität der Organisation ausgestattete Leitung wählen wird. Sorget dafür, daß diese Leitung keine Messerstiche in den Rücken bekommt, dann werdet Ihr auf dem 19 289

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