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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 285

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 285 (sequence 295)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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1918 und 1919 eine Reihe von Menschen kamen und alle in die Exekutive aufgenommen wurden. Herr Simon, das war vielleicht der schönste Teil des Jahres 1919. Es war sofort nach Abschluß des Krieges, der große Vorhang war zerrissen und aus den Trümmern der Organisation kamen einzelne Männer aus Palästina, aus Rußland und später aus Deutschland, und wir freuten uns über diese Männer und suchten aus den Trümmern einen Ersatz der Organisation zu schaffen. Es war vielleicht illegal, es war ungeschickt, aber das waren die Trümmer, die wir hatten. Lächeln Sie nicht darüber, Herr Simon! Und nun zu einer anderen, politischen Frage, zur Frage der Araber. Es scheint mir fast, als ob dieser Kongreß die Araber entdeckt hätte. Noch im Jahre 1918, als wir zuerst nach Palästina, nach Aegypten kamen, setzten wir uns mit den Arabern, die wir erreichen konnten, in Verbindung, und, — Freund B u b e r, — F e i s a 1 war kein Notabler, er war das Symbol der arabischen Freiheit, wie sie die Araber verstanden, denn er kämpfte für diese Freiheit. Wir setzten uns mit ihnen unter großen Schwierigkeiten in Verbindung. Diese Verbindungen sind nicht abgebrochen, aber die Arbeit unter den Arabern und mit den Arabern ist bei dem Apparate, den wir besitzen, eine ungeheuer schwierige, einmal wegen der Atomisierung der Araber und zweitens, weil die Araber in drei, vier oder fünf großen Zentren konzentriert sind. Wenn wir heute zionistische Büros oder politische Büros in Bagdad, Kairo, Jerusalem, Damaskus und Marokko bestehen hätten, um mit den Arabern zu verhandeln, so hätten Sie diese Büros aus unserem Budget gestrichen und hätten darüber gelächelt, wie Sie über das Pariser Büro gelächelt haben. Es ist eine lange, systematische und ungeheuer schwierige Arbeit. Nach meiner Ueberzeugung kann die Zusammenarbeit mit den Arabern auf zwei großen Linien geschehen: auf der Linie des ökonomischen Zusammenwirkens in Palästina und auf der Linie des kulturellen Zusammenwirkens in den großen Kulturzentren der Araber. Wenn wir uns unserer Aufgabe wirklich bewußt wären, müßten wir heute gerade unsere besten Männer in den großen Zentren der arabischen Kultur haben, dort sie zu verstehen suchen und mit ihnen das Zusammenwirken herzustellen versuchen, das schon vor hunderten von Jahren existierte und das in der Zukunft wieder existieren wird. Auf diese Weise hätten wir diejenigen ausgeschlossen, die jetzt zwischen uns und den Arabern stehen und diese zwei Rassen entfremden wollen. (Lebhafte Zustimmung.) Das sind die Wege, das sind aber große Wege. Noch auf der A. C.¬ Sitzung im Jahre 1919 sprach ich vor Ihnen über das große arabische Dreieck, dessen Eckpunkte Mekka, Bagdad und 285

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