Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 284 (sequence 294)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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arbeiten Sie ein Jahr, arbeiten Sie schwer, und dann werden wir abrechnen und vielleicht zu einem anderen Resultate kommen. Aber ich bin auf ein Gebiet abgeschwenkt, in das ich hereingezogen worden bin, und damit bin ich mit diesem Gebiete fertig. Und nun noch eine Erklärung. Wenn Herr Brandeis ein Programm hat und wenn Herr Brandeis Pläne hat und wenn Herr Brandeis Männer hat und wenn er mit seinem Programm und mit seinen Plänen und mit seinen Männern herkommen und von hier nach Palästina gehen und dort arbeiten wird, so werde ich der erste sein, der ihm den Weg räumen wird. Es ist hier viel geklagt worden, daß man nicht mit genügender Klarheit über die politische Situation gesprochen hat, daß man die zwei Fragen, die Frage des Mandates und die Frage der Grenzen, die schlecht stehen, nicht erwähnt hat. Meine Herrschaften! Das Mandat ist publiziert, es kann jetzt keine Aenderung erleiden mit Ausnahme von einer, die ich hiermit erklären will. Trans Jordanien, das noch in dem ersten Texte des Mandates außerhalb des Bereiches des Mandates war, ist jetzt in das Mandat eingeschlossen. (Beifall.) Artikel 25 des Mandates, das jetzt dem Völkerbund vorliegt, enthält diese Bestimmung. Damit ist auch zum Teile, Herr de Lieme, die Frage der Ostgrenze beantwortet. Die Frage wird noch viel besser beantwortet werden, Herr de Lieme, wenn Zisjordanien so voll sein wird, daß man nach Transjordanien gedrängt werden wird. (Beifall.) Die Nordgrenze ist, wie immer, unbefriedigend. Wir haben es erklärt — Sie wissen es — wir haben alle Vorstellungen gemacht, wir haben alle Gründe ins Feld geführt und gerade die englische Regierung hat in dieser Beziehung alles getan. Wir haben sie nicht bekommen, und es tut mir leid, Ihnen das sagen zu müsen. Das einzige, was wir bekommen haben, ist eine Konzession, in den Wasserrechten mitsprechen zu dürfen. Und jetzt, noch vor einer Woche, als die Administration in Palästina, nicht durch das Tun des High Commissioner, sondern durch das Treiben einiger Soldaten uns die Grenze ändern wollte, haben wir auf das Strengste protestiert und haben die Festlegung der Grenze nach jenen Linien, die damals vereinbart wurden, durchgesetzt. Das ist nicht befriedigend, aber, meine Herrschaften, wir haben es erreicht mit den Kräften, die uns zur Verfügung standen. Und so steht es auch mit dem Mandate. Wenn Sie seit San Remo uns mehr gegeben hätten, als wir hatten, so hätten Sie vielleicht das Recht, mehr zu verlangen. Jetzt haben Sie es kaum. Noch einige Kleinigkeiten nebenbei, bevor ich zur Kernfrage komme. Es tut mir leid, Sie lange aufhalten zu müssen. (Widerspruch.) Ich möchte die paar Kleinigkeiten erledigen. Es tat mir leid, daß ich Herrn Simon darüber klagen hörte, — als er in etwas ironischer Weise die Liste aufzählte, — wie in den Jahren 284