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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 271

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 271 (sequence 281)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4571-3480715
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aber deren Breittretung hier, auf diesem Kongreß, im Laufe der Tage, keinen Sinn hat. Wenn man das alles hebräisch oder jüdisch geschrieben hätte, wäre nicht so viel Zorn in die Sache gekommen, als in die deutsche Sprache hineingeht. (Lebhafte Heiterkeit.) Die Juden würden alle diese ökonomischen Fragen einfach „P a r - nosse" nennen, sie brauchen die ganze Terminologie nicht. Da hagelt es von „wirtschaftlichen Gesichtspunkten", „ökonomischen Erwägungen" und all den einfachen Gemeinplätzen, die in der deutschen Terminologie so furchtbar wissenschaftlich aussehen. Ich bitte, mich nicht mißzuverstehen. Gewiß ist in wirtschaftlichen Fragen vieles zu bessern und gewiß haben unsere Kollegen nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, in dieser oder jener Form mitzuarbeiten. Zu diesem Zwecke sind sie ja zum Kongreß gekommen; sie werden Gelegenheit haben, mit unseren Sachverständigen zu verhandeln, ihre Ansichten in den Kommissionen zu vertreten und ich will hoffen, daß jeder gesunde Gedanke und jeder praktische Vorschlag sicherlich akzeptiert werden wird. Das Dramatisieren des Inzidents der Kooptierung und des Rücktrittes der beiden Herren aus der Exekutive hat die Phantasie zu sehr beschäftigt. Sie sind unsere Kollegen und sind zum Kongreß gekommen und was sie zu vertreten haben, werden sie Gelegenheit haben zu vertreten. Es war auch eine ungeheuerliche Aufbauschung, daß man das Nichterscheinen des Herrn Oberrichters B r a n d e i s und einer Anzahl seiner Freunde, wie auch die diesem Nichterscheinen vorangegangene Polemik so breitgetreten hat. Erlauben Sie mir hier einige Worte zu sagen, weil ich zitiert worden bin. Als ich vor 8 Jahren in Amerika war und in der Agitation so viel getan habe als ich konnte, sind zu mir Freunde gekommen und erzählten mir, in Boston ist ein tüchtiger Advokat, der dem Zionismus geneigt ist, man muß mit ihm reden und kann ihn für den Zionismus gewinnen. Als ich nach Boston kam, habe ich mir die Zeit genommen, habe mich mit ihm unterhalten und das Resultat war, daß er zum ersten Mal zusammen mit mir auf der zionistischen Plattform erschienen ist und erklärt hat, daß er Zionist sei. Ich habe damals jede Kraft, die man für den Zionismus gewinnt, für wichtig gehalten und tue das auch jetzt. Ich war glücklich, die ausgezeichnete Kraft dieses bedeutenden Mannes für unsere Sache gewonnen zu sehen und habe dies mit großer Freude auf dem vorigen Kongreß angekündigt. Hier wurde mit Bezug auf Justice B r a n d e i s das Wort „Neophy t" gebraucht. Das ist ein schlechtes Wort. „Ger"-Zedek ist ein schöneres Wort. Justice B r a n d e i s ist k e i n N e o p h y t; er ist ein trefflicher und gerechter Mann. Wenn jemand zu einem Bekenntnis, zu einer Idee in der edelsten und idealsten Weise durch andere oder 271

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