Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 268 (sequence 278)
- Language
- German, English, Hebrew
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wenig für die anderen Zwecke des Aufbaues tun. Jetzt macht das Schulbudget 30% unserer Ausgaben aus. Wir haben aber ein Budget von 4 Millionen vorgeschlagen, in dem das Schulbudget nur 8 % ausmachte. Dieses Projekt ist aber in die Taschen meiner Gegner gewandert und dort begraben worden. Mit Kleinlichkeiten und Geiz werden Sie unser Volk nicht begeistern. Ich komme zum Schluß zu den Chaluzim. Es zeigt sich auch hier, wie schwer es ist, mit leeren Händen etwas anzufangen. Krankheiten, Fieber, ein Leben in Zelten und alle möglichen Leiden, die die Chaluzim erdulden müssen, an all dem — sagt man — ist natürlich die Zionist Commission schuld. Aber was können wir ohne Geld machen? Unsere Politiker möchten alles auf die Zionistische Regierung abwälzen; es ist aber unser größtes Aktiv um, daß wir so viele Chaluzim ins Land gebracht haben. Von den Ziffern spricht man sehr viel, aber keiner liest sie. Ich will Euch ein paar Ziffern nennen. In den letzten 20 Monaten hat die Zionist Commission 550 000 Pfund erhalten. Davon entfielen 30% auf das Schulwesen, 10% auf die landwirtschaftliche Kolonisation, 9 % auf die Ha das sah, die vollständig unabhängig von uns arbeitet, 6% auf die technische Abteilung und 9% auf nationale O r g a n i s a t i o n, Unterstützung der jüdischen Polizei und der jüdischen Beamten, die bei der Regierung sehr kleine Gehälter gehabt haben; 18% auf Imigration, 9% auf Spesen der Administration. Erlauben Sie mir, ein paar Worte über die Administration zu sagen, über die man in den Straßen Jerusalems so viel spricht. Man sagt: Der WaadHazir i m ist voll von Beamten, die alle große Gehälter haben, was tun sie dort? Ich frage die hier sicherlich anwesenden Vertreter der verschiedensten Institutionen, welche von ihnen mit einem geringeren Unkostensatz arbeitet, bei welcher der Aufwand für Wohnungen, Telephon, Reisen, Post, Telegraphen, Druckerei weniger als 9% ausmacht. Allerdings darf nicht außeracht gelassen werden, daß derselbe Apparat auch die doppelte Arbeit zu bewältigen imstande ist. Auch Simon und de Lieme mußten zugeben, daß die Gehältersehrgering sind. Die Zahl der Beamten haben sie nur um acht verringern können, weil sie die betreffende technische Abteilung abgeschafft haben. Zum Schlüsse möchte ich auf die arabische Politik eingehen. In den letzten ZV* Jahren haben sich mehrere Männer dieser Arbeit gewidmet. Wenn die Resultate nicht befriedigend sind, so ist das die S c h u 1 d d e r o b j e k t i v e n T a t s a c h e n. Ich weiß, daß man mit den Arabern nicht durch das Schwert und durch Provokationen verhandeln kann; aber jede Verhandlung hat ihre Grenzen. Wir sind für ewig dazu verurteilt, eine kleine Insel im arabischen Meer zu bleiben; das heißt aber nicht, daß wir uns demütigen und unterwerfen sollen. Wir müssen schweigen und nach 268