Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 276)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Haifa 1× ep/1047930
- Odesa 1× ep/1000834
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derNationalfondsin20 Jahren, und es heißt noch immer, die Zionist Commission tue nichts. Der zweite Punkt ist der Häuser bau. Die vielen Wirtschaftler und Nationalökonomen in Erez Israel und außerhalb desselben haben die große Entdeckung gemacht, daß in Erez Israel Wohnungsnot herrscht. Als ich noch in Odessa wohnte, ohne jede Verbindung mit Erez Israel, habe ich instinktiv diesen Häusermangel vorausgesehen und gefühlt, daß die erste Frage sein wird: Bauen! Ich war der Initiator und habe mit Goldberg und Schapira eine Häuserbau-Gesellschaft gegründet. Aber, lieber Simon, haben Sie vergessen, daß man zum Häuserbauen etwas braucht, das man englisch „money" nennt? Und doch haben wir etwas geschaffen und unsere Arbeit bestand in 35 Häusern, die wir in Jaffa, in Kfar-Saba, in Haifa, bei Petach Tikwah, in Nachlath Jehuda und in Jerusalem, in En-Ganim gebaut haben. Mit etlichen Groschen vom N.F., mit dem, was Ruppin aus Konstantinopel gebracht hat, haben wir das geschaffen. Die ersten aus Amerika kommenden 100 000 Pfund haben wir für eine Hypothekenbank bestimmt und schon in allerkürzester Zeit werden in Jaffa 200 Häuser fertig sein. Drittens: Kolonisation! Auch hierin wirft man uns Untätigkeit vor. Auch das ist nicht richtig. Ich will hier nicht über das System sprechen. Dazu wird man Gelegenheit genug bei der Palästinadebatte haben. Sie müssen aber zugeben, daß wir viele neue Punkte geschaffen haben: Dilb, Kaiendia, A j e - letHaschachar, Machnaim, Karkur u. a. Sie werden sagen, daß diese Punkte sehr klein und arm sind; aber wenn Ihr hier die Schöpfer der ersten Kolonien vor Euch hättet, so hätten sie Euch erzählen können, wie klein und winzig die ersten Kolonien waren. Und dabei hatten sie doch einen so reichen Vater, den Baron Rothschild. Ihr werdet sagen, man muß das System wechseln. Ich habe im vorigen Jahre in London auch vorgeschlagen, daß wir die Kwuzoth in Moschawe Owdim umwandeln. Die Konferenz hat das abgelehnt; es blieb also nichts anderes übrig, als entweder auf neue Männer zu warten, die unsere Pläne anerkennen werden, oder die Kwuzoth zu vernichten. Da haben wir gesagt: non possumus. Nicht an einem Steine wird gerüttelt, nicht ein Grashalm wird ausgerissen werden, solange wir Kraft haben. Was wir geschaffen haben, gut oder schlecht, wird bestehen bleiben, bis jemand kommt und es besser macht. (Beifall.) Ob ich in der Exekutive sein werde oder nicht, dies habe ich mir vorgenommen: wenn ich nicht mehr bauen kann, will ich wenigstens als Wächter das behüten, was wir bis jetzt gebaut haben. Wollen wir weiter gehen: Kredit, Privatinitiative. Auch das haben wir nicht vernachlässigt. Ruppin und ich sind für jede Privatinitiative, die mit uns arbeitet, mit uns zusammengeht 266