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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 264

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 264 (sequence 274)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Und nun zu allgemeinen Fragen. Was ist die Haüptbeschuldigung gegen den Waad Hazirim? Ich will nicht von den ganzen Jahren sprechen, obwohl diejenigen, die vor mir gewesen sind, meine Gegner sind. Ich will nicht einzelne Personen herausgreifen. Wir wollen über das Ganze sprechen. Was ist die Hauptbeschuldigung? Man sagt, Millionen seien durch den Waad Hazirim nach Palästina gekommen, ohne daß etwas Gesundes, Lebensfähiges, Dauerndes geschaffen worden wäre. Diese Beschuldigung entbehrt jeder Grundlage. Ich will Ihnen das beweisen, nicht, damit man sage, Ussischkin und seine Genossen haben gut oder schlecht gehandelt. Dazu hätte ich nicht einmal 5 Minuten aufgewendet, sondern weil eine solche Stimmung für unsere Sache schädlich ist. Es kann ein Konflikt vorkommen zwischen der Wahrheit und dem Schaden einerseits und der Falschheit und dem Nutzen andererseits. Dann entscheidet jeder für sich, was wichtiger ist. Das Falsche und der Nutzen oder die Wahrheit und der Schaden. Aber hier ist Beides: Es ist nicht wahr und es ist schädlich. Wenn es wahr wäre, daß man Millionen ausgegeben hat — wobei nicht gesagt wird, ob es Dollar oder Rubel sind — und nichts in Erez Israel geschaffen hat, wo doch an der Spitze die besten Menschen standen, — was würde das heißen? Das würde heißen, daß entweder das Land nichts taugt oder die Zionistische Organisation nichts taugt. Kein Jude, der die Ueberzeugung gewonnen hat, daß das Land oder die Zionistische Organisation nichts taugt, wird Euch helfen, Erez Israel aufzubauen. Wäre das wahr, so würde ich sagen, man soll die Wahrheit sagen, aber es ist durchaus falsch. Wie soll ich Euch von all dem überzeugen, was der Waad Hazirim im Lande durch ZYi Jahre getan hat? Wir wollen uns einmal vorstellen, was geschehen wäre, wenn der Waad Hazirim nicht tätig gewesen und das Geld nicht ins Land gekommen wäre. Was wäre mit Erez Israel geschehen? Jeder ehrliche Mensch unter Euch soll die Antwort darauf geben, nicht mir und nicht dem Gegner, sondern seinem eigenen Gewissen. Und dann wird er antworten: WennderWaadHazirimnichtwäre, wenn das Geld nicht durch ihn ins Land gekommen wäre, würden wir jetzt vor einer vollständigen Wüste stehen. Der Jischuw wäre vollständig vernichtet worden. Der Boden, den wir bebaut haben, wäre in arabischen Händen, neue Häuser wären nicht gebaut worden, die 29 neuen Siedlungspunkte wären vernichtet worden, die Arbeiter hätten sie verlassen müssen. — Und was für uns das Wichtigste ist — das ganze Schulwesen, das wir seit 40 Jahren unermüdlich ausbauen, wäre zerstört, 13 000 Kinder würden in den Straßen Jerusalems und in andern Städten und Kolonien herumirren und 500 Lehrerf ä m i 1 i e n hätten das Land verlassen müssen. Die 18 000 C h a - I u z i m, die in den letzten 18 Monaten ins Land gekommen sind, 264

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