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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 252

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 252 (sequence 262)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4552-3480696
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Delegierter I. Brudny (Zeire Zion-Rußland, spricht jüdisch): Der Beschluß des Permanenzausschusses, den Mitgliedern der russischsozialistischen Zeire Z i o n das Stimmrecht zu nehmen, beruht auf einem großen Mißverständnis. (Lebhafte, anhaltende Zwischenrufe.) Es sind alle russischen Zettel in einen Topf geworfen worden, während sie doch nur ein äußeres Merkmal gemeinsam haben, nämlich das territoriale Prinzip. Im übrigen aber liegen große Verschiedenheiten vor. Der Zettel, f den ich vertrete, unterscheidet sich durch folgendes von den andern. Wir f haben in Rußland Schekolim verkauft. Wir haben den Mut und die Möglichkeit gefunden, in Rußland Schekolim zu verkaufen und zwar 28 200. Es liegt dem Permanenzausschusse als Beweis dafür ein unterfertiges Protokoll vor. Keine andere Gruppe hat in Rußland Schekolim' verkauft. Die Delegierten meiner Partei sind daher nicht auf improvisatorische Art gewählt worden, sondern auf legitime, in einer Konferenz, wo lebendige Organisationen vertreten waren, die Ihr Euch gar nicht vorstellen könnt. Wir sind die einzigen, welche offen das zionistische Antlitz zur Schau tragen. Die Konferenz hat 13 Delegierte gewählt. Auch unsere Konferenz hat eine Mandatkommission gehabt, die sich mit der Angelegenheit ebenso ernst beschäftigt hat wie der Legitimationsausschuß. Unsere Delegierten sind speziell zu dem Kongresse gekommen. Sie fahren dann wieder zu ihrer Parteiarbeit zurück, denn wir verlassen den Platz der praktischen Arbeit in Rußland nicht. Ich bitte also den Kongreß, Achtung zu haben vor der aktivsten Gruppe im russischen Zionismus, welche unter den schwersten Bedingungen arbeitet. (Beifall und Zwischenrufe.) Vizepräsident Motzkin: Ich bitte, meine Herren, um Ruhe! Wenn man Delegierte gestrichen hat, muß man ihnen auch die Möglichkeit geben, eine Erklärung abzugeben. Delegierter Dr. Daiches (England, deutsch): Ich möchte fragen, wieviel Delegierte von Sowjetrußland außer den 70 jetzt im Kongresse sind. Delegierter Dr. Soloweitschik: Ich habe die Mitteilung zu machen, daß die Vertreter der russischen Landsmannschaft im Permanenzausschusse erklärt haben, daß sie im Plenum nicht zum Worte kommen wollen. Delegierter L. Babkow (Rußland, spricht hebräisch): Als einer der Delegierten aus Rußland protestiere ich dagegen. Wir sind nach vielen Schwierigkeiten hierhergekommen, um uns mit den Vertretern des ganzen jüdischen Volkes zu vereinigen, und da kann man uns nicht sagen: Ihr habt keine Papiere. Ich bitte den Kongreß, uns nicht das Stimmrecht im Kongreß zu nehmen, es uns aber in den Kommissionen zu geben. Wenn Sie das tun, so wäre es eine große Ungerechtigkeit gegen die russischen Zionisten. Delegierter J. Mereminski (Zeire Zion, Polen, spricht jüdisch): Ich beantrage gesonderte Abstimmung über die Liste der Zeire Zion und die andere. Vizepräsident Motzkin: Wir schreiten jetzt zur Abstimmung. (Großer, anhaltender Lärm. — Del. Dr. Daiches meldet sich zum Wort.) Ich bitte Sie, jetzt Platz zu nehmen. (Del. Mereminski beginnt zu sprechen.) Sie haben jetzt nicht das Wort. — Wer ist dafür, daß man die Liste teilen soll? (Es erfolgt die Auszählung.) Wer ist dagegen? (Nach einer Pause:) Der Antrag Mereminski ist abgelehnt. (Lärm.) Ich bitte die Herren, 252

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