Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 253 (sequence 263)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3476254-3476278--4553-3480697- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
unbedingt Platz zu nehmen, sonst können wir die Sitzung nicht weiterführen. Delegierter Dr. Soloweitschik: Geehrter Kongreß! In Ausführung unseres Beschlusses über die Delegierten aus Sowjetrußland und Sowjetukraine haben diese Herren von heute an das Recht, von der Exekutive Legitimationskarten mit der Unterschrift des Legitimationsausschusses zu bekommen. Es sind blaue Karten, sie unterscheiden sich somit von den weißen Karten der Delegierten und ich bemerke, daß man in Zukunft mit dieser weißen Karte in der Hand abstimmt. Außerdem habe ich eine Mitteilung zu machen in bezug auf die Verteilung der Plätze. Es sollen morgen eine Stunde vor Beginn der Plenarsitzung die Vertreter der Landsmannschaften und Sonderverbände zwecks endgiltiger Einteilung der Sitze hier im Saale erscheinen, wo im Einvernehmen mit dem Kongreßbüro die Sitze verteilt werden sollen. Außerdem hat der Permanenzausschuß einer Anregung von verschiedenen Seiten folgend einen Beschluß gefaßt, der von Ihnen gutgeheißen werden muß, und zwar daß aus seiner Mitte eine Revisionskommission eingesetzt werde, deren Aufgabe es wäre, die Gehälter der Beamten der Organisation und der Institutionen sowie des Keren Hajessod zu prüfen. Ich bitte, diesen Antrag zu einem Beschlüsse des Kongresses zu erheben. Mitglied des A.C. J. Rosoff (spricht jüdisch): Man hat meinen Namen genannt, ohne mich zu befragen; ich verzichte. Delegierter Dr. Soloweitschik: Sollte sich eine Diskussion an diesen Vorschlag knüpfen, so könnten wir, da wir eine Abendsitzung haben, über diese Frage morgen entscheiden. Delegierter Dr. Leon Reich (spricht deutsch): Ich schlage vor, die Wahl der Kommission dem Permanenzausschuß zu überlassen. Delegierter Dr. Soloweitschik: Um keine Diskussion über diese Frage hier jetzt aufzutischen, möchte ich noch folgende Mitteilungen machen. Der Permanenzausschuß schlägt dem Kongresse vor, vorerst folgende vier Kommissionen einzusetzen : 1. eine politische Kommission, 2. eine Organisationskommission, 3. eine Palästina kommission und 4. eine Finanzkommission. Die weitere Gliederung dieser Kommissionen in Subkommissionen bleibt den Kommissionen selbst überlassen. Der Permanenzausschuß hat aber bei der Aufstellung der Kommissionen berücksichtigt, daß die Finanz- und die Palästinakommission sich in je drei Subkomitees teilen werden, und zwar die Finanzkommission in die drei Subkomitees 1. für die Finanzen der 0 r g a n is a t i o n, 2. für die I n s t i t u t e (Bank, Nationalfonds usw.), 3. für den Keren Hajessod. Die Palästinakommission ebenfalls in drei Subkomitees: 1. für die Emigration, 2. für die Kolonisation, 3. für das Schulwesen. (Vorsitzender: Und die sanitäre Kommission?) Die ist ganz separat. Die Zusammensetzung der vier Kommissionen erfolgt nach dem Prinzip der Landsmannschaften, Fraktionen und Gruppen, die im Permanenzausschuß vertreten sind. Um die Zusammensetzung dieser Kommissionen der des Plenum zu nähern, wird ein modifizierter Schlüssel vorgelegt, und zwar daß die Landsmannschaften und Fraktionen, die 6 Mitglieder zählen, je einen Vertreter entsenden, über 16 Mitglieder 2, von 30 an je 1 auf volle 10. Diese Zusammensetzung gilt für die politische und Organisationskommission, für »die Finanzkommission gilt die doppelte Zahl, für die Palästinakommission 253