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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 246

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 246 (sequence 256)
Language
German, English, Hebrew
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hätten. Wir haben noch einen langen, schweren steinigen Weg vor uns liegen und diesen Weg können mit dem Glauben, es müsse der Sieg kommen, nur feste und getreue Zionisten gehen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Dr. Klumel: Bevor ich dem nächsten Redner das Wort gebe, bitte ich Herrn Dr. Korngrün, einige Mitteilungen zu machen. Schriftführer Delegierter Dr. Korngrün: Der Block der allgemeinen Zionisten versammelt sich morgen Nachmittag um 4 Uhr zu einer Sitzung im Zimmer 51. Es wird hiermit bekanntgegeben, daß die 23. ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Jüdischen Kolonialbank am Donnerstag, den 8. September mit folgender Tagesordnung abgehalten werden wird (verliest die Tagesordnung). Delegierter Ezekiel Rabinowicz (Zeire Zion-Amerika, spricht jüdisch): Sehr geehrter Kongreß! Ich versichere Sie, daß ich in nicht sehr angenehmer Stimmung den Beschluß der Fraktion Zeire Z i o n hier vertrete, nicht nur deshalb, weil die Reise eine lange und schwere war, nicht nur, weil ich in zehn Minuten jetzt alles sagen muß, was zu sagen ist, sondern weil noch nicht alles gesagt worden ist. Es wurde sehr viel über die amerikanische Organisation gesprochen. Dr. Schmarja Levin hat gestern die amerikanische Delegation dem Kongresse empfohlen und ich hoffe, daß diese Empfehlung sich auch auf diejenigen bezieht, die mit ihm nicht in allem übereinstimmen. Ich will hier feststellen, daß wir in Amerika den Kampf nicht gegen die Person von B r a n d e i s geführt, sondern gegen seine Auffassung des Zionismus. Ich nehme nicht die Beschuldigung auf, daß B r a n d e i s zum Zionismus gekommen ist, weil er sich gelohnt hat, wir haben gegen B r a n d e i s nur deshalb gekämpft, weil er sich unmöglich gemacht hat. Es ist richtig, wenn Herr Farbstein von einer Brandeistragödie spricht und sagt, daß man ihn als den legendären Führer betrachtet habe. Es ist unsere tiefste Ueberzeugung, daß der bedeutungsvollste Schritt, den die Exekutive unternommen hat, ihr Besuch in Amerika war. Wir wollen feststellen, daß wir uns von der allgemeinen amerikanischen Delegation unterscheiden. Wir sagen auch, daß die Lage nicht glänzend ist, aber nicht, weil B r a n d e i s weggegangen ist, sondern weil auch andere wegzugehen gedacht haben. Ich will offen sagen, daß gewisse Teile der Leitung an der Brandeis'schen Tragödie mitschuldig sind. Auch der gegenwärtigen Leitung wird von den jüdischen Massen nicht überall Vertrauen entgegengebracht. Die zionistische Welt in Europa hat die Lage in Amerika noch nicht voll begriffen. Nicht einmal Herr Färbstein, der in Polen für die jüdischnationale Autonomie kämpft, hat sie richtig aufgefaßt. Die amerikanischen Juden sind genau dieselben russischen Juden, sie haben bloß den Ozean überschritten. Das sind Eure Juden. Der ganze Kampf, der geführt wurde, hat wegen des Keren Hajessod begonnen. Theoretisch darüber zu sprechen, hat hier keinen Zweck, der faktische Erfolg, wenn Amerika nicht genügend Geld sammeln wird, wird der sein, daß ein großer Teil dieses Kongresses verloren sein wird. Ich halte es für meine Pflicht, im Namen der Fraktion Zeire Zion zu erklären: wenn der Kongreß nicht beschließen wird, daß die glänzende Arbeit, die durch die Delegation begonnen wurde, weiter geführt wird, dann wird ein großer Krach kommen. Es machen sich schon jetzt die Spuren der Reaktion bemerkbar. Man sagt, wir hätten gegen Brand eis gekämpft. Herr 246

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