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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 237

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 237 (sequence 247)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4537-3480681
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Ich stelle den Antrag, daß die bisher vorgemerkten Redner sich auf Generalredner einigen. Vizepräsident Dr. Klumel: Nach dem bereits gefaßten Beschluß müssen zuerst die Vertreter der Landsmannschaften und Gruppen zum Worte kommen. Es gelangt jetzt zum Wort der Herr Delegierte F1 o r e n t i n. Delegierter David Florentin (Persien, spricht hebräisch): Geehrter Kongreß! Man hat hier viel über die politische Lage, über den Konflikt zwischen B r a n d e i s und der Londoner Leitung gesprochen, aber auch nicht einer der Delegierten hat über die innere verworrene Lage gesprochen. Ist die politische Lage schlecht, so können wir immerhin hoffen, daß mit der Besserung der inneren Lage auch die äußere sich bessern wird. Aber zu meinem größten Bedauern muß ich feststellen, daß man der inneren Lage der einzelnen Föderationen gar keine Aufmerksamkeit schenkt, insbesondere nicht denjenigen Landesverbänden, die auf die Lage in Palästina Einfluß nehmen könnten. Meines Wissens rechnet die Londoner Organisation mit Ausnahme der deutschen und polnischen mit keiner anderen, wo doch die Länder, die an Palästina grenzen, wie Mesopotamien usw., einen großen Einfluß auf Palästina ausüben. Nicht einmal eine solch wichtige Organisation, wie die mesopot am i sehe, die für den Nationalfonds und andere zionistische Fonds so viel geleistet hat, war würdig genug, einen Vertreter der zionistischen Weltorganisation in ihrer Mitte zu sehen, der ihnen Aufklärung und Weisungen erteilen könnte. Dies hat natürlich auf die innere Lage einen sehr schlechten Einfluß ausgeübt. Nicht einmal mit dem Jischub in Erez Israel rechnete man (ich spreche hier von den Sephardim). Ich muß hier sagen, daß, wenn in verschiedenen Ländern die Assimilation weit verbreitet ist, dies im Orient nicht der Fall ist. Alle Juden sind dort Zionisten. Sie müßten nur aufgerüttelt werden. Wie ich schon erwähnt habe, ist Mesopotamien eines der leistungsfähigsten Länder, das sich an allen Arbeiten für und in Palästina beteiligt. Aegypten könnte es noch mehr sein. Zu unserem Unglück erinnert man sich an den Orient nur dann, wenn die Notwendigkeit nach Geldsammlungen da ist. Aber es fällt der Organisation nie ein, dorthin Leute zu entsenden, um das Volk zur nationalen Betätigung aufzurütteln. Man rechnet in Palästina nicht genügend mit dem sephardischen Jischub, wo derselbe doch sehr nützlich sein könnte. Er versteht die Landessprache und könnte die Vermittlerrolle zwischen dem jüdischen und arabischen Volke übernehmen. Betreffs der Konflikte innerhalb der Organisation möchte ich nur bemerken, daß wir das Recht haben zu fordern, daß man sich zu allen Strömungen innerhalb der Zionistischen Organisation gleichmäßig verhalten soll. Im ganzen Orient, in allen Städten, lechzt das jüdische Volk nach dem befreienden Wort, das von diesem Kongreß ausgehen soll. Man sucht in diesem Kongreß die Vertretung des ganzen jüdischen Volkes, und seine Stimme gilt als die Stimme des jüdischen Volkes. Möge er nicht enttäuschen! (Beifall.) Vizepräsident Dr. Klumel: Das Wort hat der Herr Delegierte R a f f a 1 o w i t s c h. (Nach einer Pause:) Er ist nicht anwesend und verliert das Wr o r t. Ich erteile das Wort dem Herrn Delegierten F a r b s t e i n. (Nach einer Pause:) Herr F a r b s t e i n ist im Saale nicht anwesend . und verliert gleichfalls das Wort. 237

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