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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 145

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 145 (sequence 155)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4445-3480589
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Behandlung seitens der britischen Verwaltung in Palästina sind. Außer dem Verschweigen gibt es noch eine andere Tendenz in diesen, wie überhaupt bei allen unseren Berichten, die Schönfärberei. Man kann auch so etwas verstehen. Aber ich habe gegen dieses System bloß eines einzuwenden: Wenn man sich selbst und der öffentlichen Meinung in dieser Weise die Berichte vorlegt, dann können unsere Beschlüsse niemals richtig sein, denn wir fassen sie auf Grund von Tatsachen, die der Wirklichkeit nicht entsprechen. Es ist ein Widerspruch zwischen den hier angeführten Tatsachen und der Wirklichkeit. Darunter leidet natürlich unsere Organisation, weil wir uns etwas vormachen, was nicht ist. Ein Wort muß ich hier über die Berliner Periode sagen. Es ist dies schon sehr lange her, heute hat man natürlich keine Zeit und keinen Sinn mehr dafür. Ich fühle mich aber verpflichtet, einiges darüber 2u sagen. In der Berliner Periode hat man eine schlechte Politik geführt, die' nach meiner Ansicht auch auf das Endresultat nicht ohne Wirkung geblieben ist! Der Herr Dr. Hantke beispielsweise war der Meinung, daß wenn die Mitglieder des E. A. C. zerstreut in der Welt sind, ihre Anschauungen und Gefühle so einheitlich eingestellt sind, daß sie im gegebenen Moment ganz gleichmäßig handeln müssen. Es hat sich aber anders gezeigt. Herr Dr. Hantke hat beispielsweise gleich zu Beginn des Krieges nicht den prophetischen Geist besessen, um zu wissen, wie Dr. L e w i n in New York über eine gewisse Frage denkt. Dr. Tschlenow hat ebenfalls zu Beginn des Krieges konstatieren müssen, daß er über sehr wichtige Maßnahmen, die in Berlin getroffen wurden, nicht unterrichtet war. Er hat sich auch mit aller Entschiedenheit gegen diese Maßnahmen gewehrt. Ich erwähne das hier zu Ehren des verstorbenen Dr. Tschlenow. Es haben mich einige Herren aus Paris gebeten, ein Wort über das Pariser Büro zu sagen. Ich will nicht kritisieren, weil ich die Einzelheiten nicht kenne und nur über Dinge reden will, über die ich etwas weiß. Nur das eine will ich sagen: Wenn wir die Grenzregelung in Betracht ziehen, so spricht das Bände über die Tätigkeit des Pariser Büros. (Rufe: Wieso?) Ich wiederhole es, wenn wir die Grenzregelung in Betracht ziehen, so spricht das Bände. (Rufe: Beweise!) Ich bin auch verpflichtet, ein Wort über das Kopenhagen er Büro zu sagen, es haben mich ebenfalls einige Herren darum gebeten, Das Kopenhagener Büro, gegen das ich sonst nichts vorzubringen habe, hat manchmal Allüren angenommen, als ob es die Vertretung der Zionistischen Organisation wäre. Ich stelle fest, daß es das nicht gewresen ist und zwar nicht um zu kritisieren, sondern um es gewissen Zionisten möglich zu machen, in der Zionistischen Organisation zu verbleiben. Vizepräsident Motzkin (unterbrechend): Herr Jean Fischer, Sie haben gemäß dem Beschlüsse des Kongresses nur mehr fünf Minuten Redezeit. Delegierter Jean Fischer (fortfahrend): Hoher Kongreß! Herr Motzkin teilt mir eben mit, daß ich noch fünf Minuten zu sprechen habe. Ich bin nicht in der Lage, Ihnen in fünf Minuten noch all das zu sagen, was ich Ihnen sagen wollte. Sollten Sie sich aber der Anschauung des Herrn Motzkin anschließen, so werde ich natürlich das Podium verlassen. Vizepräsident Motzkin: Ich habe hier nicht in meiner Eigenschaft als Motzkin gesprochen. (Beifall.) Ich habe Ihnen genau so wie allen Rednern als Präsident der jetzigen Sitzung die Mitteilung gemacht, daß gemäß dem Beschlüsse des 10 145

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