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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 115

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 115 (sequence 125)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4415-3480559
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Politik hat wie Brandeis, eine so große Gabe für konstruktive Gedanken, wenn man so hohe Ideale hat und einer so integren Verwaltung vorsteht, daß darin etwas Jüdisches, etwas wesentlich Jüdisches steckt. Ich glaube nicht — und daraus mache ich Herrn Dr. Weizmann persönlich einen Vorwurf — daß er das Recht hatte, eine Brücke abzubrechen und zu sagen, daß es da keine Brücke gibt. Zwischen Juden gibt es immer eine Brücke und das ist Erez Jisroel. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen im Saale und auf den Galerien.) Delegierter Dr. O. Thon (Polen, deutsch): Ich möchte den Her«i Präsidenten darauf aufmerksam machen, daß Beifallskundgebungen die Verhandlung stören, und ich bitte den Herrn Präsidenten, die Galerie zurechtzuweisen. Vizepräsident Motzkin: Es ist selbstverständlich, daß sich die Galerie an den Beifallsbezeugungen oder Mißstimmungsausdrücken nicht beteiligen kann. Ich habe die Mitteilung zu machen, daß sich die Mitglieder des Permanenzausschusses Punkt 2 Uhr im Kursaale versammeln. Meine Herren! Ich will folgende Tatsachen zur Kenntnis bringen, wonach Sie sich richten wollen.. Um 6 Uhr werden wir heute die Sitzung schließen. In der Zwischenzeit werden wir nur eine Pause von genau einer Stunde haben, von %2 bis %3 Uhr. Die Redner mögen sich daher danach richten. Vor einer Viertelstunde waren bereits 71 Redner gemeldet (Heiterkeit), abgesehen von den Mitgliedern der Exekutive und den Sachverständigen. Wir werden daher in der folgenden Zeit nicht mehr so liberal sein dürfen, wie wir es bis jetzt gewesen sind. Sie haben den Beschluß angenommen, daß jeder Redner nur eine halbe Stunde sprechen darf. Nach einer halben Stunde werde ich ihm sagen: Ihre Zeit ist um, und damit muß er seine Rede schließen, sonst kommen wir nicht vom Flecke. Ferner teile ich mit, daß an dem Schalter bereits hebräische Auszüge aus den gestrigen Verhandlungen vorhanden sind, die die Korrespondenten der Zeitungen entgegennehmen wollen. Delegierter Abg. Stricker (Oesterreich, deutsch): Ich möchte auf folgendes aufmerksam machen. Im Saale befinden sich mindestens 50 % Nichtdelegierte. Es ist den Delegierten und den Aktionscomiteemitgliedern jeder Verkehr mit dem Präsidium unmöglich gemacht, und zwar durch Herren, die keine Delegierten oder Aktionscomiteemitglieder sind. Ich lege dagegen Verwahrung ein. Das Präsidium muß durchsetzen, daß Ordnung geschaffen wird. (Mehrere Delegierte melden sich zum Wort.) Vizepräsident Motzkin: Darüber kann keine Debatte sein. Außer den Delegierten, Aktionscomiteemitgliedern und Funktionären können hier keine Gäste anwesend sein. Ich werde bitten, daß hier Ordnung eintritt und werde zu diesem Zwecke ein paar Minuten Pause machen. Jeder muß auch beim Ausgang seine Karte zeigen, sonst ist es unvermeidlich, daß das vorkommt. (Nach einer kurzen Unterbrechung): Das Wort hat Herr Lichtheim zu einer geschäftlichen Mitteilung. Mitglied der Exekutive R. Lichtheim (deutsch): Ich möchte mitteilen, daß der Bericht der Reorganisationskommission am Nachmittag oder schon in der Mittagspause am Eingange, wo die Kongreßzeitung verkauft wird, um 5 K käuflich zu haben sein wird, und zwar 8* 115

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