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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 104

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 104 (sequence 114)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Beunruhigung gerechtfertigt war. Ich glaube, es konnte nicht anders sein. Der Mann, der aliein imstande ist, diese Arbeit durchzuführen, nachdem Brandeis entfernt ist, ist Weizmann. Er war aber Monate lang in Amerika. In dieser Zeit gab es wieder eine kritische Zeit und ich entnehme seinem Berichte an das Große A. C, daß in dieser kritischen Zeit die Herren Cowen und Landman bei Churchill vorgesprochen haben. Ich trete den Herren gewiß nicht nahe, ich will nicht mißverstanden werden. Aber ich frage den Kongreß: Ist die Autorität dieser zwei Herren so reif, daß sie uns politisch in dieser schweren Zeit repräsentieren konnten? Es machte mich noch unruhiger, weil von der Exekutive neue Probleme in der politischen Arbeit aufgerollt worden sind. Ich meine das jüdische Regiment und die arabische Politik. Was das jüdische Regiment betrifft, so möchte ich von der Exekutive wissen: Ist es damit Ernst oder nicht? Ich zweifle an dem Ernste und werde es begründen. Nachdem Weizmann sich auf diese Politik eingestellt hat, hat Ussischkin noch eine Unterhaltung mit dem Oberkommissär in Palästina gehabt und in diesem Interview stand er nicht auf diesem Standpunkte; er war gegen das Regiment. Ich frage die Leitung: Ist dieser Gegensatz eine Folge von Mangel an Informiertheit, so haben Sie einen Beweis für die chaotischen Zustände; ist es dies nicht, so ist es ein Mangel an Homogenität. Wir müssen wissen, was man darunter versteht. Ich bin ein Gegner des Regiments von vornherein gewesen und ich bin es noch; aber ich verstehe, daß man das jüdische Regiment verlangt, obwohl der Mandatar die Aufgabe hat, für das Leben der jüdischen Bevölkerung und was dazu gehört zu sorgen, und obzwar das eine elementare Aufgabe jeder Regierungsmacht ist, die sie in erster Linie erfüllen muß, und wenn sie sie nicht erfüllen kann, damit beweist, daß sie nicht reif ist, die Macht auszuüben. Ich verstehe die Leute, die sagen: praktisch gibt diese staatsrechtliche Konstruktion mir nichts, wenn ich sterbe, die daher sagen, es müsse jüdische Regimenter geben, die von jüdischen Offizieren kommandiert werden, unter Ussischkin als Präsidenten. Ich bin dagegen, aber ich verstehe es, das ist eine konsequente Forderung. Wenn sie aber das jüdische Regiment fordern unter englischen Offizieren oder jüdische Offiziere unter einem englischen Oberbefehlshaber, dann verstehe ich es nicht. Entweder — oder! Entweder habe ich Vertrauen zu dem englischen Oberbefehlshaber, dann habe ich jüdische Soldaten nicht nötig. Wenn er es will, schützt er Land und Leben in Palästina. Und wenn Sie kein Vertrauen zu ihm haben, so hilft Ihnen absolut nicht, daß jüdische Offiziere und Soldaten da sind. Ich möchte darauf verweisen, daß bei den Pessachpogromen in Palästina noch ein Moment zu berücksichtigen ist. Man hätte an die Zionistische Kommission herantreten und telephonieren können, sie möge veranlassen, daß jüdische Soldaten hinkommen; ein jüdisches Regiment war da. Das konnte man nicht, weil die Leute unter anderem Oberbefehl waren. Ob man daran gedacht hat, will ich dahingestellt sein lassen, aber es ging praktisch nicht. Ich habe noch eine Beschwerde gegen die Art, wie für das jüdische Regiment Propaganda gemacht wird. Das Regiment imponiert 104

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