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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 98

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 98 (sequence 108)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4398-3480542
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die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Geschieht.) Der Antrag ist angenommen. Das andere ist damit von selbst erklärt. Nunmehr habe ich folgendes zu erklären: Herr de Lieme bekommt als früheres Mitglied der Exekutive, falls Sie einverstanden sind, genau so wie Herr Simon unabhängig von dieser Reihenfolge das Wort und zwar sogleich. Die Beschränkung der Redezeit gilt im allgemeinen auch für diesen Redner. (Rufe: Nein!) Wie Sie wollen. Ich mache aufmerksam, daß auch die Redner der Exekutive nicht länger als eine Stunde sprechen sollen. Ich nehme an, daß dies auch für Herrn de Lieme gilt. Wir werden nun an Herrn de Lieme das Ersuchen richten, er möge sich in seineii Ausführungen insofern einschränken, als er uns zwar alles sagt, aber doch nicht so viel Redezeit in Anspruch nimmt, daß die andern Redner dadurch verkürzt werden. Das Wort hat Herr de Lieme. Delegierter Nehemia de Lieme (Holland, mit großem Beifall und Händeklatschen begrüßt, spricht deutsch): . . Hochverehrter Kongreß! Herr Präsident! Ich hoffe, daß Sie ein wenig Nachsicht mit mir haben werden, weil ich zu Ihnen in einer fremden Sprache rede, die ich nicht beherrsche. Ich habe mich sehr schwer entschlossen, über die Vergangenheit und über einige Fragen der Zukunft zu Ihnen zu sprechen. Wenn nicht ein Statement von der sogenannten amerikanischen Brandeis-Gruppe erschienen wäre, worin die Geschichte meiner und Herrn Simons Resignation wahrheitsgetreu auseinandergesetzt und erzählt wird, wäre ich wahrscheinlich hier nicht aufgetreten, weil es mir sehr peinlich war, — ich kenne natürlich noch viel mehr Details dieser Geschichte als den Amerikanern bekannt geworden sind — dies alles hier vor den Kongreß zu bringen, da ich nicht der Meinung bin, daß die Aufrollung dieser Angelegenheit zur Ehre unserer Sache gereichen kann. Aber jetzt bin ich gezwungen es zu tun, weil die Exekutive in der Antwort auf das Statement der Brandeis-Gruppe eine Erklärung publiziert hat, von der ich nur sagen kann, daß, wenn irgendwo die Exekutive einer Bewegung beweisen wollte, daß sie inkompetent sei, eine Bewegung zu führen, wenn irgendwo eine Exekutive einer Bewegung beweisen wollte, daß sie eine unzuverlässige Informationsquelle für die Bewegung ist, wenn irgendwo eine Exekutive beweisen wollte ihre Ignoranz in einer der Hauptfragen, die uns beschäftigen müssen, in dem Aufbau Palästinas, daß sie dann diese Erklärung zum Beispiel und Muster nehmen kann. Es ist merkwürdig, daß in dem vielen Material, das diesem Kongresse unterbreitet worden ist und das von einer fleißigen Arbeit zeugt, die man anerkennen muß, die Resignationsbriefe von Brandeis z. B., von Simon und meiner Wenigkeit fehlen. Es steht im Communique, daß sie publiziert worden sind, aber die Briefe fehlen in der Publikation. Ebenso fehlen die Stücke, die vor einem Monate eine so große Kontroverse im Großen Actions-Comite hervorgerufen haben, über den Ankauf der Ländereien inEmekJesreel und die Machtüberschreitung, die dabei stattgefunden hat. Ich glaube, daß es weder Pflicht von uns ist, die resigniert haben, noch die Pflicht einer Minorität, die ausgetreten ist, dies dem Kongresse vorzulegen, und ich erachte es 98

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