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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 86

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 86 (sequence 96)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4386-3480530
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werden ohne jede Einflußnahme auf die Verwendung und Bestimmung der gesammelten Gelder. Das ist in kurzem die Begründung unseres Beschlusses. Das, was Sie von dem Keren Hajessod anscheinend erhoffen, wird wohl von sehr vielen unserer Zionisten gemacht werden können. Uns brauchen Sie für eine solche Arbeit nicht."" „Ich will zuerst auf den letzten Satz eingehen. Die Aufbringung der Mittel für den Keren Hajessod ist die zentrale Aufgabe des nächsten Jahres. Sie und Herr N a i d i t s c h haben diesen Gedanken in Ihren Referaten auf der Jahreskonferenz in so überzeugender Form vorgetragen, daß ich mir versagen darf, ein Wort hinzuzufügen. Wenn Sie glauben, diese zentrale Aktion dadurch in ihrem Werte herabsetzen zu können, daß Sie sie als eine „bloße Geldsammelstelle" bezeichnen, so habe ich hierfür kein Verständnis. Nennen Sie die Aufrührung des jüdischen Gewissens zum nationalen Opfer „Geld sammeln"? Ich bin auch damit zufrieden, wenn Sie nur wirklich das Geld sammeln werden, das den Aufbau Palästinas ermöglicht. Sie würden dadurch eine historische Aufgabe ersten Ranges erfüllen, die in ihrer Bedeutung weit über das hinausginge, was ein anderer innerhalb der Bewegung im nächsten Jahre leisten kann. Und da sagen Sie: „„Uns brauchen Sie für eine solche Arbeit nicht."" „Und nun komme ich zu des Pudels Kern. Sie wollen auf der einen Seite der Exekutive keinen Einfluß zugestehen auf ihre Publikationen, während die Tatsache, daß der Keren Hajessod eine so einzigartige Funktion zu erfüllen hat, geradezu zwingt, darauf zu achten, daß Ihre Verlautbarungen im Einklang sind mit der allgemeinen Politik der Exekutive. „Sie wollen andererseits einen Einfluß auf die Verwendung der gesammelten Gelder. In der mir vorliegenden Formulierung dieser Forderung sagen Sie weiter, „„daß Beschlüsse über die Verwendung nur gemeinsam von der Exekutive und der Zentrale des Keren Hajessod gefaßt werden können und daß im Falle von Meinungsverschiedenheiten die Zentrale des Keren Hajessod das Einspruchsrecht hat."" Das heißt auf gut deutsch: die Exekutive in den Keren Hajessod verlegen, da die Exekutive in Zukunft ja ausschließlich den Aufbau Palästinas aus Geldern des Keren Hajessod bestreiten kann. Soviel ich weiß, war dies nicht die Absicht der Jahreskonferenz. „Nun, lieber Herr Zlatopolsky, lassen Sie mich von dem Ton dieser Kontroversen in einen anderen übergehen. Ich appelliere an Sie und unseren gemeinsamen Freund N a i d i t s c h , dem ich eine Abschrift dieses Briefes zusende, der ebenso an ihn gerichtet ist wie an Sie, daß Sie beide unverzüglich zur Arbeit zurückkehren. Sie haben kein Recht, in dem gegenwärtigen kritischesten Augenblick der jüdischen Geschichte aller Zeiten abseits zu stehen, wenn Sie von irgendwelchem Nutzen sein können. Sie fühlen aber doch in sich selbst, daß Sie mehr leisten können als einfach „von Nutzen sein". Sie fühlen doch in sich das heilige Feuer, das auch andere mitreißt zu der unerhörten Tat, die notwendig ist, wenn 86

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