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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 83

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 83 (sequence 93)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476278--4383-3480527
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der natürlichen Hilfskräfte des Landes, ausschließlich jüdisches Kapital für die Entwicklung Palästinas in Bewegung gesetzt werden kann. Je entschlossener sich die Zionistische Exekutive der einzigen Aufgabe zuwendet, eine möglichst große Anzahl von Juden in das palästinensische Wirtschaftsleben einzufügen, um so schneller wächst natürlich unser Einfluß im Lande, in um so größerer Proportion die Einwanderungsmöglichkeiten. Das heißt in unseren Beziehungen zur palästinensischen Regierung: Erhöhung der Steuerkraft des Landes dank zionistischer Führung. Das heißt in unseren Beziehungen zum Gesamtjudentum anerkannte Führerschaft in allen palästinensischen Angelegenheiten. Das ist ernsthafte, zielbewußte Politik, die einzige Politik, von der wir Resultate erwarten können. Denn Politik kann nur erfolgreich sein, wenn sie auf realen Faktoren beruht. (Lebhafter Beifall.) Das ist der programmatische Teil unserer Aufgabe. Nun zu seiner Ausführung. Ich werde in diesem Zusammenhange nicht lange bei den neuen Vorschlägen verweilen, die Judge Mack und Genossen dem Kongreß unterbreitet haben. Nach meiner Meinung wäre es Macks Pflicht gewesen, hierher zu kommen und seine Vorschläge persönlich zu vertreten, selbst wenn er glaubte, daß die Atmosphäre noch zu sehr geschwängert sei von Verdächtigungen, als daß man mit Erfolg sachlich diskutieren könne. Der Angelpunkt von Macks Vorschlägen ist im Grunde die Frage, ob ein größeres finanzielles und moralisches Resultat erzielt werden kann, wenn alle Unternehmungen von der Zionistischen Exekutive selbst durch einen Zentralfond geschaffen werden oder wenn die Landsmannschaften und Föderationen bestimmte Aufgaben direkt übernehmen, natürlich entweder auf Anregung der Exekutive oder vorbehaltlich ihrer Zustimmung und unter der obersten Kontrolle der Exekutive. Der Kongreß wird zugeben, daß das eine Frage ist, über die man sachlich diskutieren kann. Mir selbst will scheinen, daß die Schaffung besonderer Institutionen, wie der Reorganisations-Kommissionsbericht erfordert, die Frage sehr bald von selbst lösen wird. Es wird aber noch Gelegenheit sein, über Macks Vorschläge im einzelnen in den Kommissionen zu sprechen. Die Schaffung besonderer Institutionen, wie wir sie fordern, erleichtert die Auswahl des für unsere Aufgabe erforderlichen Menschenmaterials. Man sagt, daß unsere Bewegung arm sei an geeignetem Menschenmaterial. Das ist nur bedingt richtig. Als Geschäftsleiter unserer Institute freilich sind nur die wenigsten geeignet, die heute im Vordergrund zionistischer Tätigkeit stehen. Es wird aber nicht schwer sein, Juden zu finden, die sich schon anderswo im Wirtschaftsleben erprobt haben und die dadurch gestählt sind gegen die gefährliche Doktrin, die bei uns herrscht, daß für die Durchführung unserer Aufgabe in Palästina überhaupt andere Wirtschaftsgesetze gelten als sonstwo in der Welt. (Zustimmung.) Die Spezialkenntnisse lernen solche Männer in kurzer Zeit im Land selbst. Wofür wir Z i o n i s t e n brauchen, das ist für jene Gruppe von Menschen, welche die 6* 83

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