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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 78

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 78 (sequence 88)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476278--4378-3480522
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„Herr S i e f f und ich sind der Meinung, daß unsere finanzielle Läse uns kaum gestatten wird, für das mit dem 1. Tischri 5682 beginnende neue Schuljahr für das Unterrichtswesen in Palästina mehr als 4000 Pfd. per Monat oder 50 000 Pfd. pro Jahr zu bewilligen. Wir haben der Zionist Commission diese unsere Meinung bereits mitgeteilt. Hingegen möchte Herr N a i d i t s c h die Ausgaben für das palästinensische Schulwerk nicht von vornherein auf den von uns vorzuschlagenden Betrag limitieren, obwohl er mit uns einer Ansicht darüber ist, daß die palästinensische Bevölkerung künftighin in viel größerem Maße als bisher zur Erhaltung der Schulen beitragen muß." Ein Kommentar ist nach alledem, was vorangegangen ist, überflüssig. Das Große Aktionscomitee hat in seiner Julisitzung die Herren desavouiert und den Beitrag der Zionistischen Organisation in der Höhe des laufenden Betrages festgesetzt. Ein Kommentar ist auch dazu überflüssig. Die Zukunft wird erweisen, wer mehr um die Erhaltung des palästinensischen Schulwerkes besorgt war, diejenigen, die ihm gesicherte Einnahmsquellen verschaffen wollten, oder diejenigen, die das Hazardspiel fortsetzen, den Ausgleich zu finden zwischen dem ökonomischen Aufbau des Landes und seinen kulturellen Bedürfnissen. Es ist natürlich auch hier eine tendenziöse Entstellung, wenn das offizielle Dokument der Exekutive die Sache so darstellt, daß wir die ganze Kulturarbeit auf die Schultern des Jischub abwälzen wollten. Und nun zu Herrn Ussischkin. Ussischkin ist, was immer man gegen ihn sagen mag, ein gerader und aufrechter Mann. Ich halte Ussischkin eher für fähig, einen Fehler, den er einmal begangen hat, bis ins hundertste Glied kompromißlos weiter zu begehen, als einen andern wissentlich zu Unrecht zu beschuldigen. Ich bin darum außerordentlich erstaunt, daß Ussischkin sich nicht beeilte, einen schweren Fehler festzustellen, den er in seiner Antwort auf unseren Bericht begangen hat. Ich meine Ussischkins Behauptung, daß S z o 1 d während seiner und Friedenw a 1 d s Amtszeit eine Schuld von 50 000 Pfd. bei der Anglo Palestine Company kontrahierte. Die Wahrheit ist, daß die Kommission nicht nur diesen Betrag, sondern noch 15 000 Pfd. mehr der Bank schuldig war, als Friedenwald und Szold in Palästina eintrafen. Hiervon wurden von der Londoner Exekutive 50 000 Pfd. in eine feste Schuld umgewandelt und später auf den Trust übertragen. Als Friedenwald und Szold Palästina verließen, war der Rest von 15 000 Pfd. der Bank zurückgezahlt und kein Piaster neuer Schulden, weder innerhalb noch außerhalb der Bank, kontrahiert worden. Die Londoner Exekutive hat sich Ussischkins Beschuldigung zu eigen gemacht. S z o 1 d hat telegraphisch und schriftlich Richtigstellung verlangt. Er hat sie vergebens verlangt. W i r sagten: „Die Zionist Commission war der Ansicht, daß jede. Arbeit ein Stück Nationalvermögen darstellt. Kein Gebiet, das der Fuß eines jüdischen Arbeiters betreten hatte, durfte aufgegeben werden. Nachzuforschen, ob die betreffende Arbeit die Möglichkeit eines unabhängigen 78

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