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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 79

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 79 (sequence 89)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476278--4379-3480523
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Auskommens für die Ansiedler gewährt, gehört dieser Ansicht nach nicht mehr zur Sache." Dazu bemerkt Ussischkin: „Diese Feststellung der Reorganisations-Kommission ist durchaus r i c h t i g." Damit ist eine Verständigung ausgeschlossen. Uns trennen Welten. Ich werde Ussischkin in seinen weiteren Ausführungen ökonomischer Art nicht folgen; auch nicht, wenn er uns sagt, worin sich für ihn die produktive von der unproduktiven Arbeit unterscheidet. Auch nicht, wenn er erklärt, daß die Kommission bei den von ihr selbst verwalteten Geldern nicht zwischen Darlehen und Geschenken unterscheide, das sei Sache der Banken. Unsere Ansichten über ökonomische Fragen und deren administrative Handhabung sind unvereinbar. Weiter machten wir folgende Feststellung: „Die Zionist Commission nahm es auf sich, die Funktionen eines Staates auszuüben und gefiel sich in der Rolle einer Regierung. Sie begann anzunehmen, daß alle jüdische Arbeit im Lande in ihr konzentriert und von ihr ausgeführt werden muß. So wurde die Zionist Commission der vielseitige Wohltäter des Jischub, der gelehrt wurde, von der Commission die Erfüllung aller seiner Bedürfnisse zu erwarten." Herr Ussischkin antwortet, daß diese Feststellung richtig sei und daß diese Haltung von seinen Kollegen und dem Wraad Haleumi gebilligt werde. Hier leider begegnen wir Herrn Ussischkin bei einer bewußt unrichtigen Darstellung. Er weiß, daß sein einziger Kollege in der Commission zur Zeit, als die Reorganisaions-Kommission in Palästina war, diametral entgegengesetzter Meinung ist. Dieser Kollege ist Dr. R u p p i n. Dr. R u p p i n hat ein gründliches Verständnis für ökonomische Fragen. Ich werde in meiner Meinung nicht schwankend, trotz seiner merkwürdigen Antwort auf unseren Bericht. Ich glaube, er hat sich dort nur tot gestellt. Unser Bericht, soweit er die landwirtschaftliche Kolonisation kritisiert, geht dem Prinzip voller Ausrüstung des Ansiedlers zu Leib. Durchaus korrekt zitiert Dr. Ruppin, daß wir an Stelle des alten Systems ein neues setzen wollen, daß wir die Idee der vollen Ausrüstung aufgeben wollen, daß nach unserer Meinung der Ansiedler in bescheidenstem Maß anfangen und erst allmählich aus seinen Ersparnissen eine Wirtschaft aufbauen soll. Dazu sagt Dr. Ruppin* das Prinzip ist richtig; es ist nur nicht durchführbar. Erstens, weil das mittellose Ansiedlerelement geeigneter ist als dasjenige, das von Haus aus Mittel besitzt; zweitens, weil der Krieg selbst das besitzende Ansiedlerelement finanziell ruinierte; drittens, weil unser bestes Ansiedlerelement, die heutigen palästinensischen Arbeiter, mittellos ist. — Aber, Dr. Ruppin! wir dachten doch nicht, daß man nur Leute ansiedeln soll, die Geld von draußen mitbringen. Wir sagten doch, wie Sie selbst zitieren, daß dem Ansiedler Gelegenheit gegeben werden muß, allmählich aus seinen Ersparnissen — Ersparnissen im Lande natürlich — seine Wirtschaft selbst zu schaffen. Die ganze Frage dreht sich darum, ob es möglich ist, daß er solche Ersparnisse im Lande 79

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