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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 70

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 70 (sequence 80)
Language
German, English, Hebrew
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bände in eine ungünstigere Lage als den Sonderverband der Misrachi. In Prag haben wir beschlossen, daß nur die Landesverbände das Recht haben, für die ersten 1000 Schekeizahler besonders zu wählen. Wir, die Vertreter der linken Sonderverbände, haben in Prag dagegen gekämpft und sind nicht durchgedrungen. Wir haben nach ganzen Verbänden und nicht nach Landesgruppen gewählt. Ich bin im Legitimationsausschuß gesessen und weiß genau, daß nicht nur bei uns, Poale Zion, sondern auch in den anderen Sonderverbänden mit Ausnahme des Misrachi nach diesem Prinzip gewählt worden ist. Man kann nicht zweierlei Recht scharfen. Die Misrachi haben dadurch mehr Mandate. Poale Zion muß dasselbe Recht bekommen. (Zwischenrufe.) Herr Pick macht mir Zwischenrufe, ich wundere mich, daß der Vorsitzende einer solchen Föderation gegen mich sprechen zu wollen scheint. Ich kann das nicht glauben. Es wurde in Holland mit 650 Schekolim ein Delegierter gewählt, in Frankreich bei 113 Schekolim ein Delegierter und wir haben eine ganze Reihe von Ländern, wo so gewählt worden ist. Herr Levin Epstein, der mit mir im Ausschusse gesessen ist, wird das bestätigen. Ich bitte Sie daher, für meinen Antrag zu stimmen, daß unsere Fraktionen das Recht haben, noch Nachnominierungen vorzunehmen. Präsident Sokolow: Der Kongreß ist nicht darauf vorbereitet, über diese Sache zu diskutieren. Wir werden diese Sache dem Permanenzausschusse überweisen. Der Kongreß wird darüber entscheiden, wenn der Bericht über die Neuorganisation vorliegen wird. Es wird angeregt, daß der Permanenzausschuß, der mit der wichtigen Frage der russischen Organisation zu tun haben wird, auch diese Frage behandelt. Ich stelle diesen Antrag, daß auch diese Sache an den Permanenzausschuß überwiesen werde, zur Abstimmung. Wer dafür ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Der Antrag ist angenommen. Diese Frage ist somit erledigt. Delegierter J. Mereminski (Zeire-Zion, spricht jüdisch): Es ist uns von Herrn Motzkin in Prag gesagt worden: wer Schkolim gesammelt und gezahlt hat, ist zur Wahl von Kongreßdelegierten berechtigt. Ich fordere im Namen der sozialistischen Fraktion Zeire Zion, daß unsere Delegierten aus Rußland, welche auf Grund von Schkolim gewählt wurden, bestätigt werden. Wo keine Schekolim vorhanden sind, wird dies der Legitimationsausschuß eruieren und das Entsprechende verfügen. Vizepräsident Motzkin: Ich habe damals in meiner Eigenschaft als Vorsitzender der Versammlung den Herren gesagt: Wenn die Schekolim so verkauft sind wie in andern Ländern, so daß man es kontrollieren kann, dann steht Ihnen selbstverständlich das Recht auf Wahl von Delegierten zu. Ich weiß aber nicht, wie es in diesem Fall gewesen ist. Ist es der Fall, dann scheint es mir, daß hier keine Ausnahme stattfinden kann. Wenn es nicht der Fall ist, dann muß eine Untersuchung stattfinden. (Delegierter Mereminski: Ich habe schriftliche Beweise gebracht.) Berichterstatter Dr. Margulies: Der Legitimationsausschuß hat sich nicht für berechtigt gehalten, diese Mandate zu verifizieren. Er hat auch dieses Protokoll gesehen, von dem hier die Rede ist, und er hat beantragt, daß die Personen, die auf dieser Liste und noch zwei anderen Listen figurieren, vorläufige Karten erhalten. Er hat ferner den Wunsch ausgesprochen, daß der Permanenzausschuß die Sache auf ihre Legitimität hin zu prüfen habe. Jene tatsächliche Prüfung, 70

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