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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 69

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 69 (sequence 79)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4369-3480513
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Präsident Sokolow: Ich lasse abstimmen. Wer für den Antrag ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Angenommen. Berichterstatter Dr. Margtilies: Hoher Kongreß! Ich bin mit meinem Referate zu Ende. (Beifall und Händeklatschen.) Ich bedauere, daß wir mit unseren Rechtsgrundsätzen weniger Beachtung gefunden haben, als wir gehofft hatten. Ich werde darauf aufmerksam gemacht, daß ich nicht über Rußland referiert habe. Der Fall Rußland unterliegt nicht der Prüfung des Legitimationsausschusses, sondern nach dem in Prag gefaßten Beschlüsse des Aktionskomitees der Prüfung des Permanenzausschusses. (Beifall.) Delegierter J. Mereminski (Zeire-Zion, jüdisch): Der Fall bezüglich Rußlands liegt nicht analog, denn die Schkolim wurden in Rußland verkauft. Deshalb ist die Sache nicht an den Permanenzausschuß zu verweisen, sondern vom Legitimationsausschusse zu behandeln. Präsident Sokolow: Die Frage wegen Rußland ist eine Spezialfrage, die im Permanenzausschusse behandelt werden wird. Delegierter Jean Fischer (Belgien, deutsch): Ich bedauere lebhaft, in dieser Frage das Wort nehmen zu müssen, da unsere Zeit sehr kostbar ist. Als Sie über den dritten belgischen Delegierten verneinend abgestimmt haben, habe ich mich der Abstimmung gefügt. Nun haben Sie in der Abstimmung über Südafrika ein anderes Prinzip vertreten. Es muß gleiches Recht für alle sein. Der dritte Delegierte in Belgien ist auf Grund derselben Erwägungen gewählt worden wie bei der südafrikanischen Föderation. Ich hätte meinen Freunden abgeraten, drei Delegierte zu wählen, wenn nicht bekannt gewesen wäre, daß die südafrikanischen Zionisten zwei Delegierte mehr bekommen sollen, weil sie angegeben haben, daß sie eine größere Anzahl von Schekolim hätten aufbringen können, wenn sie gewußt hätten, daß man auch weniger als 5 Schilling für einen Schekel verlangen kann. Derselbe Fall ist in Belgien. Wir haben 6 belgische Franken für den Schekel bezahlt. Es ist unzweifelhaft: wenn wir gewußt hätten, daß man weniger abfordern kann, so hätten wir nicht zweimal, sondern vielleicht dreimal soviel Schekolim abführen können. Nur wegen unserer Korrektheit waren wir nicht imstande, mehr als 1510 Schekel aufzubringen. Wenn Sie dies bei Südafrika in Betracht gezogen und zwei weitere Mandate bewilligt haben, so müssen Sie logischerweise auch drei belgische Delegierte zugestehen. Ich bitte also den Kongreß, die Abstimmung darüber noch einmal vorzunehmen, und beantrage, den dritten belgischen Delegierten anzuerkennen. Präsident Sokolow: Das kann man nicht, diese neue Deutung ist nicht zulässig. Sie können einen neuen Antrag stellen, der sich auf Belgien bezieht, aber die frühere Abstimmung umzustürzen, geht nicht. Ich werde übrigens den Kongreß befragen. Sie haben den Antrag Fischer verstanden und ich bitte darüber abzustimmen. Es handelt sich um ein Mandat für Belgien. Wer dafür ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Der Antrag Fischer ist angenommen. Delegierter B. Locker (Poale Zion, spricht jüdisch): Geehrter Kongreß! Der Beschluß, den Antrag der Legitimationskommission über die Misrachi umzuwerfen, stellt drei andere Sonderver- 69

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