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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 67

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 67 (sequence 77)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4367-3480511
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Präsident Sokolow: Wir schreiten zur Abstimmung. Wer dafür ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! (Nach einer Pause): Angenommen. Berichterstatter Dr. Margulies: In der Türkei sind 7500 Schekel gesammelt und 5 Delegierte gewählt worden. Es sind zwei Proteste eingelaufen, die allerdings ziemlich allgemeinen Charakters sind; der Legitimationsausschuß hat auch konstatieren müssen, daß die Angaben, die ihm von der Landesorganisation kamen, nicht genügend detailliert waren, um eine Prüfung zu gestatten. Er hat aber anerkannt, daß bei den politischen und militärisch-kriegerischen Zuständen, die gegenwärtig in der Türkei herrschen, es in diesem Falle nicht möglich ist, die Sache genügend zu prüfen, und er beantragt daher, den Protest abzulehnen und die 5 Mandate zu verifizieren. Präsident Sokolow: Wir werden abstimmen. Wer dafür ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Geschieht.) Der Antrag ist angenommen. Berichterstatter Dr. Margulies: Hoher Kongreß! Der M i s r a c h i - Sonderverband hat in einem Hauptwahlprotokoll mitgeteilt, daß er 186 541 Schkolim gesammelt hat. Aus den einzelnen Wahlprotokollen und aus der Einvernahme von Auskunftspersonen, die protokolliert wurde, ergab sich jedoch, daß am Stichtag der Wahl nur 171 027 Schekolim vorhanden waren. Der Misrachi verlangt 95 Delegierte. Der Legitimationsausschuß ist der Ansicht, daß ihm nach der Zahl der Schkolim nur 87 Delegierte gebühren. Es ist dies e i n Fall der Beanständung. Ein zweiter Fall ist folgender: Der Misrachi hat die Welt, die ihm gehört, in Kreise eingeteilt, und zwar nicht, wie es Punkt 8 der Wahlordnung bestimmt, nach der Anzahl der Schekelzahler, sondern er hat z. B. Wahlkreise mit 131 Schekelzahlern und einem Mandat gemacht. (Delegierter Struck: wo?) Z. B. in Frankreich. Es ist aber nicht so, daß die Zahl der Schekelzahler in einem andern Kreis ausgeglichen wäre, daß also, wenn in einem Wahlkreis 131 Schekelzahler einen Delegierten gewählt haben, in einem anderen Lande dafür etwa 2000 Schekelzahler einen Delegierten gewählt hätten, sondern es sind in Wirklichkeit auf diese Weise statt 95 104 Delegierte gewählt worden. Der Legitimationsausschuß beantragt daher, es seien in jenen Wahlkreisen, in welchen mehr Delegierte gewählt wurden, als nach der Zahl der Schekelzahler entsprechen würde, diese Mandate zu kassieren, dagegen aber die sich so ergebenden Reste zusammenzuzählen. Es wären dann 2 Delegierte auf diese Art dazu zu schlagen und wir kommen genau auf dieselbe Zahl von 87 Delegierten. Noch ein dritter Antrag. Die Misrachi haben Ersatzdelegierte, die in England gewählt wurden, eingeschoben für Delegierte, welche in Polen gewählt wurden. In diesem Falle glaubt der Legitimationsausschuß zwar nicht berechtigt zu sein, selbst diese Ersatzdelegierten zu verifizieren, wohl aber empfehlen zu sollen, den Misrachi das Recht einzuräumen, Ersatzdelegierte aus einem Wahlkreis an die Stelle von Delegierten eines anderen Wahlkreises treten zu lassen. Der Antrag lautet somit: Es sind 87 Mandate des Sonderverbandes Misrachi zu verifizieren und die übrigen zu annullieren. Delegierter Levi Lewin-Epstein (Misrachi, Polen, jüdisch): Hoher Kongreß! Der Misrachi hat 186 541 Schekel abgegeben. Wir wußten aber, daß noch weitere dazukommen und haben sie, als sie einliefen, dazu gezählt. Ich glaube, der Kongreß wird in diesem Falle nicht anders stimmen als in dem Falle Deutschland. In Prag hat man den Sonderver- 5* 67

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