Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 75)
- Language
- German, English, Hebrew
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zweiten,' das ist Bialystok, wurde sie einmal mündlich anläßlich der Anwesenheit der Proponenten in Warschau und dann schriftlich bei einer Versammlung, die in Bialystok stattgefunden hat, durch die, welche die Liste eingereicht haben, zurückgezogen, so daß auch dort nur eine Liste geblieben ist. Es blieb noch ein Wahlkreis: Czenstochau. Dort wurde ordnungsmäßig gewählt und es entfiel von den zwei Mandaten eines auf die gegnerische Liste. Es sind nun Proteste eingelangt, und zwar aus Bialystok, Warschau und Lublin. Der Legitimationsausschuß hat keine Handhabe gefunden, um darüber irgendwie zu entscheiden, weil tatsächlich dadurch, daß in allen diesen Wahlkreisen bis zu einem bestimmten Zeitpunkte nur eine Liste eingereicht war, die Vornahme einer Wahl nach unserem Gesetze unzulässig und unmöglich gewesen ist. Die Hauptwahlkommission war berechtigt und verpflichtet, sobald nur eine Liste da war, nach Ablauf der betreffenden Frist diese Liste als gewählt zu proklamieren und zu verifizieren, und deshalb beantragt auch der Legitimationsausschuß, von dem Landesverband, der zusammen mit der Hitachduth gewählt hat, 69 Mandate zu verifizieren und von den Schekelzahlern aus der Ukraine, denen von dem polnischen Landesverbände ein Wahlkreis konzediert wurde, weitere 2 Mandate. (Ein Delegierter meldet sich zum Wort: Hoher Kongreß! Zur Aufklärung! In Lublin und in Bialystok ist keine andere Liste eingereicht worden, es ist also niemand da, der sagen kann, er sei nicht gewählt worden. Lebhafte Rufe: Abstimmen!) Präsident Sokolow: Wir schreiten zur Abstimmung. Wer für den Antrag des Legitimationsausschusses ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist a n g en o m m e n. Berichterstatter Dr. Margulies: Zu diesem Falle muß ich einen Zusatzantrag bringen. Es sind in der Liste von 69 Delegierten 15 Delegierte der Hitachduth. Nun wissen Sie, daß es Verhältnisse gibt, unter welchen die Delegierten aus den östlichen Ländern nicht zum Kongreß kommen können. Es hat daher die Weltkonferenz der Hitachduth beschlossen, für diejenigen Delegierten, die nicht kommen können, Ersatzleute zu nominieren, und sie hat diese Liste der Ersatzmänner für diese 15 Mandate aus Polen beim Legitimationsausschusse eingereicht. Der Legitimationsausschuß hat erklärt, er fühle sich nicht berufen, einen derartigen Beschluß zu fassen, weil er gegen die Verfassung ist, wohl aber glaubte der Legitimationsausschuß dem Kongresse, der ja souverän und nicht so an die Formen des Rechtes gebunden ist, empfehlen zu sollen, daß man mit Rücksicht auf die ganz außerordentlichen und uns allen sehr gut bekannten Verhältnisse in gewissen Ländern dieser Weltkonferenz der Hitachduth das Recht gibt, Ersatzdelegierte an Stelle derjenigen zu ernennen, die nicht kommen können, und zwar werde ich Ihnen gleich die Liste vorlesen, damit darüber abgestimmt werden kann. Es sollen als Ersatzdelegierte zugelassen werden, bzw. als Delegierte vorrücken die Herren Dr. Oskar Epstein, Meir Henisch, Dr. Max Brod, Lipa Taube, Sarah Malkin, Max Strauss, Rudolf Samuel, Dr. Siegfried Bernfeld, Alexander Feig, Moses Ischajewitz. Präsident Sokolow: Wir schreiten zur Abstimmung. Wer für den Antrag ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Angenommen. Berichterstatter Dr. Margulies: In Rumänien sind 13 000 Schekel gesammelt worden, es sind also 8 Mandate zu besetzen und es sind auch 8 Delegierte gewählt worden. Das 5 65