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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 52

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 52 (sequence 62)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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werde. Aber in kurzer Zeit hatte sich Bianchini, der seines Berufes ein bewährter, in seinem Lande hochgeschätzter Schiffskapitän war, in . allen Angelegenheiten Palästinas wunderbar orientiert und ist ein ausgezeichneter Mitarbeiter des Waad Hazirim geworden. Wir sahen ihn zum letzten Mal in San Remo. Als er erfuhr, daß wir dort weilen, kam er zu uns und besprach mit uns neue Pläne für Erez Israel, die er hatte, um seine Tätigkeit in bester Weise für uns nutzbar zu machen. Und er ist so plötzlich seiner Familie, seinem Lande und seinem Volke entrissen worden! Eine seiner Reisen — und das war die letzte Reise, die er nach Palästina machte, — galt diesem Zwecke. Er ging dann in dieser Angelegenheit nach Damaskus hinüber und auf seiner Rückkehr von Damaskus wurde er von Arabern ermordet. Der junge blühende Mann hinterließ eine Frau und einige Kinder. Er fiel als Opfer der Anhänglichkeit an Erez Jisroel, die nicht nur den ältesten Zionisten eigen ist, sondern, wie wir sehen, auch im Herzen eines Juden aufflackern kann, der ganz außerhalb dieses Kreises gestanden hat. Lassen Sie mich noch einige Worte über Dr. H. G. Hey mann, Mitglied des Aktions-Comitees, sagen, der uns in so jungen Jahren entrissen wurde. Der ausgezeichnete junge Heymann, der tüchtige, geschäftlich gerichtete Mann, von dem wir erwartet haben, daß er seine Erfahrung und praktische Tüchtigkeit noch lange in den Dienst unserer Sache stellen werde, was er ja bereits getan hatte. Leider ist diese Hoffnung durch den Tod vereitelt worden und wir haben Heymann verloren. Ich möchte noch einen Namen erwähnen, der auch ein Kapitel für sich bildet. Das war kein Zionist, kein Jude, sondern ein Christ, ein Engländer, aber der Name soll hier auf dem Zionistenkongresse erwähnt werden; das ist Sir Mark Sykes, der sich als einer der ersten mit uns in Verbindung setzte, der mit Dr. Weizmann und mit mir jahrelang und Tag für Tag arbeitete, Reisen nach Palästina machte und der bestimmt war, bei dem Friedenskongresse eine für uns sehr nützliche Rolle zu spielen, und der auf seinem Posten in Paris nach seiner Rückkehr aus Syrien der Influenza plötzlich zum Opfer gefallen ist. Ich werde mir noch manchen Zusatz vorbehalten, da es leider nicht möglich ist, alle Namen zu nennen. Ich will keine Klassifikation vornehmen, die Namen sind leider so zahlreich und es ist so viel über jeden zu sagen, daß wir uns nur auf die Namen beschränken müssen, und daß ich im voraus für jede Unterlassung, für jede Nichtnennung um Nachsicht bitten muß. Ich schließe mit Worten unserer Trauer über den Verlust aller unserer Teueren und mit Worten des Trostes an die Zurückgebliebenen. Wir haben soeben gehört, daß die Familie unseres seligen lieben Tschlenow hier schon angekommen ist oder bald ankommen wird. Wir senden ihr von hier aus unsere Worte des Trostes und der Teilnahme, aber auch Worte der brüderlichen Teilnahme an alle die Familien und an alle die Kreise, die diese Verluste erlitten haben. Ich erteile nunmehr das Wort dem Berichterstatter des Legitimationsausschusses, Herrn Dr. M a r g u 1 i e s. 52

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