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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 16

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 16 (sequence 26)
Language
German, English, Hebrew
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institute in gründliche Erwägung zu ziehen haben. Ein ärztliches Lehrinstitut im Rahmen unserer geplanten Universität wird hoffentlich bald Tatsache sein. Ernste und schwere Zeiten stehen uns noch bevor, wenn aber diese Zeiten vorüber sind, werden wir finden, daß wir auf unserem Wege weiter vorwärts gekommen sind, als wir damals glaubten, da noch die Wolken unseren Blick trübten. (Lebhafter Beifall.) Ich sprach von den gegnerischen Kräften, die unser politischer Erfolg ausgelöst hat. Wir bedauern aufs tiefste, daß wir zurzeit noch einen Teil der arabischen Bevölkerung Palästinas zu diesen widerstrebenden Mächten rechnen müssen. Unsere Politik gegenüber den Arabern, wie gegenüber all unseren anderen Fragen, ist klar und gradlinig. Wir wollen kein Jota der uns durch die Balfoursche Deklaration gesicherten Rechte preisgeben und die Anerkennung dieser Tatsache durch die Araber ist eine wesentliche Vorbedingung für die Herbeiführung befriedigender Beziehungen zwischen Juden und Arabern. Ihre einstweilige Weigerung, diese Tatsache anzuerkennen, zwingt uns, auf Mittel zu sinnen, durch die wir unseren Jischuw am besten gegen einen Angriff schützen können. Selbstschutz ist eine elementare Pflicht. Aber wir proklamieren aufs feierlichste und unzweideutigste, daß wir keinen Gedanken an Angriff in unseren Herzen hegen und keine Absicht haben, die legitimen Rechte unserer Nachbarn anzutasten. Wir hoffen auf eine Zukunft, in der Juden und Araber in Palästina nebeneinander leben und gemeinsam für das Gedeihen des Landes arbeiten. Nichts wird dieser Zukunft im Wege stehen, wenn erst unsere Nachbarn einsehen, daß uns unsere Rechte ebenso heilig sind wie ihnen die ihren. (Lebhafter Beifall.) Die innere Lage unseres Volkes ist noch immer von den Kriegsfolgen beherrscht. Dieselbe Zeit, die uns die Balfoursche Deklaration gab, brachte Zerstörung und Verzweiflung über die stärksten Zentren jüdischen Lebens, eben jene Zentren, aus denen unsere nationale Bewegung ihre Kraft sog. Solange sich das Ostjudentum nicht in einem gewissen Maße von dem Unglück, das es getroffen hat, erholt, muß unsere nationale Arbeit unweigerlich schwer behindert sein. Wir können aber nicht warten, bis das Ostjudentum imstande ist, seine Kraft wiederzugewinnen. Es ist unsere Pflicht, unser Aeußerstes zu tun, um alle Kraftquellen des Judentums, die uns noch erreichbar sind, unserer nationalen Arbeit zuzuleiten. Keine andere Absicht beherrschte uns in unseren Beziehungen zum amerikanischen Zionismus. Wir dürfen hoffen, daß das amerikanische Judentum sich der schweren Verantwortung bewußt ist, die auf ihm als der einzigen großen jüdischen Gemeinschaft ruht, die verhältnismäßig von dem Zerstörungselend, das der Krieg mit sich brachte, verschont blieb. Für jene Juden, die heute außerhalb der Zionistischen Organisation stehen, ist auf dem Gebiete praktischer Tätigkeit in Palästina sowie 16

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