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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 14

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 14 (sequence 24)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4314-3480458
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Der Weltkrieg erschütterte unser ganzes Werk in seinen Grundfesten. Die Existenz unserer Organisation war bedroht. Wir mußten alle Kräfte aufbieten, um aus dem Zusammenbruch zu retten, was zu retten war. Wir mußten zugleich die politische Bühne betreten, um uns nach Möglichkeit Bedingungen zu sichern, die uns nach dem Kriege instandsetzen sollten, unsere Arbeit auf dauerhafteren Grundlagen und in größerem Maßstabe als in der Vergangenheit fortzuführen. Das jüdische Volk, das in diesen Jahren ein Martyrium ertrug, das selbst in seiner tragischen Geschichte beispiellos ist, klammerte sich sehnsuchtsvoller als je an die Hoffnung auf Zion, den einzigen Lichtstrahl, der das Dunkel .seiner Verbannung erhellte. Doch wie konnten wir hoffen, unserer Stimme inmitten des ringsum tosenden Kriegslärmes Gehör zu verschaffen? Wir hatten nicht Waffengewalt noch Geld noch Einfluß. Selbst die jüdische Legion war nur ein Symbol unserer Bereitschaft zum Opfer, weit entfernt von jeder aggressiven Absicht. Wir hatten nichts als die moralische Kraft unserer Idee, unser historisches Recht, unsere unerschütterliche Treue zu Zion und den Hinweis auf unsere bisherige Arbeit für die Wiederbelebung Palästinas. Mit diesen Waffen, und nur mit diesen, gingen wir in den Kampf für unsere Anerkennung als eine Nation, deren Ansprüche beim Friedensschluß ein Anrecht auf Berücksichtigung hätten. Und mit diesen Waffen siegten wir. Einmal wenigstens in der Weltgeschichte galt bloße Gerechtigkeit, ohne daß Gewalt hinter ihr stand. Ich brauche Ihnen die Geschichte unseres Kampfes um unsere Anerkennung nicht im einzelnen darzulegen. Sie ist Ihnen wohlbekannt. Das Ergebnis war die Balfoursche Deklaration, die Bestätigung dieser Deklaration durch die Verbündeten Regierungen, ihre Aufnahme in den türkischen Friedensvertrag und die Annahme eines Mandates für Palästina durch Großbritannien mit der ausdrücklichen Verpflichtung, die jüdische nationale Heimstätte zu errichten. (Stürmischer Beifall.) In der Balfourschen Deklaration haben wir jene öffentliche Anerkennung unseres historischen Anspruches und jene rechtlich gesicherte Grundlage unserer nationalen Arbeit, welche die Zionistische Organisation stets an die Spitze ihrer Forderungen stellte. Die Balfoursche Deklaration für sich, darüber seien wir uns klar, löst nicht unsere Frage; sie bietet uns nur die Möglichkeit sie zu lösen. Sie ist kein fertiges nationales Heim, sie ist die Grundlage eines nationalen Heimes. Wenn wir andererseits das nationale Heim nicht sogleich unter Dach und Fach sehen, wenn wir noch im Schweiße unseres Angesichtes am Erdgeschoß mauern müssen, so sollen wir doch nicht in unserer Ungeduld die Fundamente untergraben. Wir müssen daran denken, daß der politische Erfolg, der dem Zionismus einen so mächtigen Antrieb und einen so gewaltigen Zuwachs an Würde und Ansehen gab, auch dazu beitrug, unserer Bewegung offene Gegnerschaft zu schaffen. Wenn Sie versucht 14

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