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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 349

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 349 (sequence 356)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 349 — Präsident Wolffsohn: Ich werde über den Antrag des Permanenzausschusses abstimmen lassen. Wenn Herr Co wen nicht dabei ist, dann ist eben nichts zu machen. Wer für die eben von Prof. Weizm a n n verlesene Liste ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause.) Der Antrag ist angenommen. Prof. Dr. Weizmann: Die Kommission versammelt sich sofort im Zimmer Nr. 20. Del. Trietsch: Wir haben eben den Beschluß gefaßt, resp. Sie haben soeben bestimmt, daß die Anträge der Palästina-Kommission dem E. A. C. zur Entscheidung übergeben werden. Die Palästina-Kommission ist damit einverstanden, aber mit einer Einschränkung. Präsident Wolffsohn (unterbrechend): Herr Trietsch, der Antrag ist angenommen. Das Wort hat Herr Julius Simon. Vizepräsident Julius Simon: Geehrter KongreßI An diesem Tage, da wir einen neuen Impuls für die kulturelle Arbeit in Palästina erleben durch die Proklamierung der Idee der Gründung einer jüdischen Universität in Jerusalem', glaube ich, ist es unsere Verpflichtung, derjenigen zu gedenken, die den Grundstein zu diesem Werke durch die Gründung der Gymnasien in Palästina gelegt haben, vor allem aber jenes .Mannes, der durch seine Hochherzigkeit die Existenz des hebräischen Gymnasiums in Jaffa erst ermöglicht hat, des Herrn Moser. (Lebhafter Beifall.) Aber es ist nicht nur die Dankbarkeit für Vergangenes, es ist auch die Dankbarkeit für Gegenwärtiges, die wir Herrn Moser bezeugen müssen. Herr Moser hat während dieses Kongresses sich bereit erklärt, sämtliche Restkosten des Baues des Gymnasiums im Betrage von 31 200 Francs zu übernehmen, so daß. das Gymnasium jetzt schuldenfrei dasteht. (Stürmischer Beifall.) Außerdem hat Herr Moser zur Unterstützung der weiteren Arbeit des Gymnasiums sich bereit erklärt, für die nächsten fünf Jahre jährlich weit über 5000 Frcs. zu bezahlen, wenn auf diesem Kongresse die gleiche Summe von anderer Seite aufgebracht wird. Durch die Bemühungen unseres Freundes Dr. Levin und mit Unterstützung zweier anderer Freunde ist diese Bedingung des Herrn Moser erfüllt. (Lebhafter Beifall.) Wir beglückwünschen uns, wir beglückwünschen die jüdische Jugend, die in Palästina erzogen wird, zu dieser Hochherzigkeit und wünschen, daß sie in unseren Reihen viele Nachahmer finden möge. (Stürmischer Beifall.) Präsident Wolffsohn: Herr Moser hat das Wort. Del. Moser (mit stürmischem Beifall empfangen): Ich danke Ihnen für Ihre Anerkennung, erkläre aber, daß ich sie nicht in dem Maße verdiene, weil ich nur eine Pflicht erfülle, die ich vor Jahren übernommen habe. Ich habe mich mit unserem unvergeßlichen Führer darüber beraten, was ich in Palästina errichten soll. Leider hat es die Zeit nicht zugegeben, daß ich von ihm direkt darüber eine Meinungsäußerung bekommen hätte, was es sein sollte. Auf dem Haager Kongresse habe ich mich meiner Schuld zu entledigen gesucht und deshalb auf Empfehlung von Freunden das Gymnasium errichtet. Ich habe damit nicht mehr getan, als meine Pflicht erfüllt, indem ich ein Versprechen eingelöst habe. Ich habe damit die Errichtung eines Monumentes in Erez Israel, freilich nur in Stein, für unseren unvergeßlichen Führer verbinden wollen. Das Haus heißt „Herzlia". Sie bedenken nicht, daß nicht demjenigen der Dank gebührt, welcher die Schule gegründet hat, sondern denjenigen, welchen dadurch die größten Opfer auferlegt sind, nämlich den Professoren und Lehrern dieser Anstalt. Sie können diesen Herren den Dank dadurch am

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