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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 348

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 348 (sequence 355)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 348 — Anträge annimmt, die man vielleicht gar nicht durchführen kann, wie es leider sehr oft bei uns vorkommt. Ich glaube, es wird am besten sein, wenn wir sämtliche Vorschläge oder Anträge der Palästina-Kommission unserer Leitung, dem E. A. C, überweisen. Dieses wird im Laufe der Zeit Gelegenheit haben, die Sachen zu sichten und zu besprechen, Oder wenn Herr G o 1 d b e r g damit einverstanden ist, könnten sie dem E. A. C. und dem G. A. C. gemeinsam überwiesen werden. Daß der Kongreß alle diese Anträge jetzt annehmen soll, ist, glaube ich, ein Ding der Unmöglichkeit. Wir sind nicht einmal imstande, den bloßen Inhalt dieser Anträge zu verfolgen. Idh glaube, Sie werden damit einverstanden sein, daß sämtliche Anträge dem E. A. C, resp. dem E. A. C. gemeinsam mit dem Großen Actions-Comite zur Berücksichtigung oder möglichsten Durchführung überwiesen werden. Del. Boris Goldberg: Ich bin damit einverstanden; aber ich möchte dem Kongreß vorschlagen, davon Kenntnis zu nehmen zur Berücksichtigung und zur möglichsten Durchführung derselben. (Lebhafter Beifall.) Del. S. Kaplanski: Alle Anträge, die nicht hinreichend geprüft wurden, sind in dem Verzeichnisse als dem Actions-Comite zu unterbreitende Anträge bezeichnet. Was wir dem Kongresse unterbreiten, sind wohlerwogene Anträge, die der Kongreß ohne weiteres annehmen kann. Präsident Wolffsohn: Herr Kaplanski, der Kongreß muß ja auch wissen, was er beschließt. Es genügt nicht, daß die Kommission diese Anträge annahm. Es liegt der Vorschlag vor, sämtliche Anträge, wie Herr Goldberg gesagt hat, dem E. A. C. zur Berücksichtigung und möglichsten Durchführung zu überweisen. Herr K a p 1 a n s k i spricht sich dagegen aus. Der Kongreß wird sich entscheiden. Wer dafür ist, daß sämtliche Anträge zur Berücksichtigung und möglichsten Durchführung dem E. A. C. überwiesen werden, der erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Die Anträge sind angenommen. Im Namen des Permanenzausschusses hat das Wort Herr Dr. W e i z m a n n. Prof. Dr. Weizmann (mit lebhaftem Beifall begrüßt): Geehrter Kongreß! Ich habe Ihnen namens des Permanenzausschusses einen Vorschlag zu unterbreiten: die Wahl einer Budgetkommission, die jetzt schon beraten soll über das zukünftige Budget. Wir schlagen Ihnen vor die folgenden Herren: Dr. Heymann, Leon Levite, Rosow, Dr. Emil M a r g u 1 i e s , Cowen, Dr. H a 1 p e r n und Dr. Klee. Ich beantrage die En bloc-Annahme dieser Liste. (Del. Cowen: Ich bin dagegen!) Ich bitte den Kongreß, die Liste ohne Rücksicht auf die Erklärung des Herrn Cowen anzunehmen. Wir können in dieser Stunde im Kongreß keine Budgetdebatte haben und, wenn Herr Cowen etwas vorzubringen hat, so tut er gut, in der Budgetkommission es zu tun. Ich bitte meinen Antrag anzunehmen und bitte auch Herrn Cowen inständigst, dafür zu stimmen. Del. Cowen: Ich kann mich nicht in die Kommission wählen lassen, weil ich das Biidget nicht kenne, und weil eine so wichtige Angelegenheit, wie das Budget, hier nicht verhandelt wurde. Es ist jetzt schon 7 Uhr vorüber, wie kann man so etwas Wichtiges in so kurzer Zeit erledigen? Prof. Dr. Weizmann: Dann scheidet Herr Cowen aus. Ich bitte also, die Liste ohne Cowen anzunehmen.

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