Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 340)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 333 — Sie werden zugeben, daß das richtigist. Man sagt, daß deshalb nicht soviel Aktien verkauft werden, weil wir nicht populär sind. Nein, das ist nicht der Fall. Und dafür habe ich einen deutlichen Beweis. Die A. P. C. ist gewiß populär, sie gibt sogar eine gute Dividende, und trotzdem sind weniger Aktien der A. P. C. verkauft worden als des J. C. T. und in den letzten Jahren sogar bedeutend weniger. Das beweist, daß die Schuld nicht auf unserer Seite liegt, sondern, daß Ihr zu wenig arbeitet und Euch zu wrenig dafür interessiert. Was die Depositen betrifft, so haben unsere Banken an Depositen zusammen über zehn Millionen Francs. Das ist ein recht hübscher Betrag. Namentlich aber ist es erfreulich, wie diese Beträge immer von Jahr zu Jahr größer werden. Ich werde noch später darauf zurückkommen. Noch interessanter ist es, daß wir diese Beträge meistenteils von kleinen Leuten haben. Was ich sdhon früher in London genannt habe, dasselbe ist bei der A. P. C. der Fall. Dies hat zu dem Gedanken geführt, ob wir nicht an manchen größeren jüdischen Zentren, wie z. B. in New York, Depositenstellen d. h. Kassen eröffnen sollen, wo wir eventuell Depositen annehmen können. Diese Frage wurde vom Direktorium sehr ernst erwogen und wird aufs eingehendste studiert. Wir sind noch nicht ganz fertig. Unsere amerikanischen Freunde sind sehr dafür eingenommen und ich glaube, daß man jedenfalls dieser Frage ein besonderes Augenmerk widmen und sich dafür interessieren soll, ob die Sache durchführbar ist oder nicht. Was die Depositen in Palästina betrifft, so wachsen dieselben regelmäßig von Jahr zu Jahr. Wähteind sie noch am 1. Jänner d. Js. sieben Millionen Franken betrugen, sind sie schon jetzt über acht Millionen. Das zeigt, wie sie von Jahr zu Jahr und ganz regelmäßig wachsen. (Lebhafter Beifall.) Um ein paar Worte über die Rentabilität zu sagen, muß ich zuerst unsere Unkosten feststellen. Sie betragen acht Tausend und einige hundert Pfund im Jahre. Manche bezeichnen sie als zu groß, von mancher Seite wieder wird uns der Vorwurf gemacht, daß wir zu sparsam sind. Ich glaube, wir tun gut daran, uns in der Mitte zu halten. Aber ieines möchte ich Ihnen sagen: Ein großer Teil dieser Unkosten hängt absolut nicht mit unserem Geschäfte, sondern mit dem Aktien-Apparate zusammen. Vergessen Sie nicht, meine Herren, was es heißt, 135 000 Aktionäre zu haben, mit ihnen allen zu korrespondieren, die Couponbogen umzutauschen, neue Aktien auszugeben usw. usw. Ich habe nach den Berechnungen unseres Managers ausgerechnet, daß selbst, wenn die Bank schon existiert und für andere Zwecke da ist, trotzdem jährlich über 3000 Pfund nur für diese Arbeit ausgegeben werden. Daraus mögen Sie ersehen, daß die Unkosten jedenfalls nicht so unbedeutend sind und daß der Stolz, die größte Bank in bezug auf die Zahl der Aktionäre zu sein, leider auch die Schattenseite hat, daß wir größere Unkosten haben. Was die Rentabilität anbelangt, so habe ich schon konstatiert, daß dadurch, daß der größte Teil unseres Vermögens uns nur 41/2 °/o gibt, diese Rentabilität nicht allzu groß ist. Aber wir merken von Jahr zu Jahr, daß selbst die Rentabilität, wenn auch nur in schwachem Maße, aber doch besser wird, und wenn wir auf der Stufenleiter hinaufsteigen, so braucht uns das nicht abzuschrecken, wenn die Leiter noch so hoch ist. Wir müssen nur das Bewußtsein haben, daß wir doch langsam von Stufe zu Stufe weitersteigen. Hoffentlich wird das Tempo in Zukunft ein rascheres sein als jetzt, und das wird -namentlich dann der Fall sein, wenn unsere zionistischen Freunde dafür sorgen, daß wir immer mehr und mehr Depositen bekommen. Noch ein Punkt, der zu besprechen wäre, ist die Liquidität der Bank. Ich höre sebon von einem Freunde und Aktionär den Ruf: Verschonen