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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 332

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 332 (sequence 339)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 332 — Jahre 1913 zeigen schon die ersten sechs Monate sowohl auf der einen als auf der anderen Seite ein besseres Resultat als in den früheren Jahren. Nun werden Sie die Beträge interessieren, die in Palästina angebracht sind, und zwar haben wir dort bei der A. P. C. 162 000 Pfund »im Durchschnitt gehabt, diese haben uns einen Gewinn von 7843 Pfund gebracht. Die restlichen 117 000 Pfund, die im J. C. T. arbeiten, haben 10 024 Pfund abgeworfen, also im Durchschnitt 8,1 o/o. Gestatten Sie vielleicht eine kleine Bemerkung. Wenn die sämtlichen 280 000 Pfund, die bei uns arbeiten, so arbeiten würden, wie die 117 000 Pfund, die in der Zentrale gearbeitet haben, so hätten sie 23 000 Pfund Gewinn abgeworfen, und wir hätten eine Dividende von über 6°/o dabei erhalten. Aber ich glaube kaum, daß ein Aktionär sich finden wird, der seine Unzufriedenheit darüber ausspricht, daß wir eine Dividende von bloß 3 o/o geben und unser Geld in Palästina arbeitet, statt daß wir eine Dividende von 6o/o verteilen und unser Geld nicht in Palästina arbeitet. (Lebhafte Zustimmung.) Ich glaube, daß alle zufrieden sein werden, obwohl ihre Dividende kleiner ist, als sie sein soll. Ich will auf die einzelnen Tätigkeitsgebiete unserer Bank nicht näher eingehen. Es waren gerne bevorzugt Wechseldiskonten bei Gegenseitigkeitsgesellschaften. Sonst sind wenig Aenderungen in der geschäftlichen Tätigkeit gegenüber früher zu verzeichnen. Es ist in der letzten Zeit viel über verschiedene Fragen seitens unserer Bankpolitiker bezüglich der Rentabilität und Liquidität gesprochen und geschrieben worden. Ich glaube, es wird doch vielleicht besser sein, wenn wir uns hier einmal darüber aussprechen werden, und zwar was die Bankpolitik anbetrifft. Ich glaube, daß wir in der Bank eben dieselbe Politik halten müssen, die unsere zionistische Bewegung halten muß. Wir müssen dafür sorgen, daß unser Haus, selbst wenn es klein ist, solid und wetterfest ist und allen Hindernissen Widerstand leisten kann. (Beifall.) Vor allem dürfen wir nicht vergessen, daß wir einen größeren Platz haben müssen, daß wenn einmal der Moment kommt, wo ein weiterer Ausbau stattfinden muß und soll, daß wir nicht in Verlegenheit geraten und unsere Grundsteile nicht zu klein ist. Dieses Prinzip müssen wir in unserer Bankpolitik stets beobachten. Nun, es ist in der letzten Zeit soviel in den Zeitungen über unsere Bankpolitik geschrieben worden. Man forschte darüber, ob sie eine Depositenbank oder eine Emissionsbank ist. Man hat sich die Mühe genommen« alle möglichen Banken zu studieren, die es gibt. Ich möchte Ihnen in dieser Beziehung nur eine kleine Bemerkung machen. Man hält mich für ein Stückel politischen Zionisten, und ich muß Ihnen hier sagen: lassen Sie die ganze Politik in der Bank. Hier brauchen wir praktische Arbeit und sonst nichts. Politik soll an einer anderen Stelle angebracht werden und nicht bei der Bank. (Beifall.) Nun, meine Herren, unsere Bank wird von vielen Seiten und auch stolz „unsere" Bank genannt. Sie haben das gute Recht darauf, denn kein einziger ist da, der nicht bei der Herstellung dieser Bank mitgearbeitet hat. Deshalb ist sie buchstäblich „unsere" Bank. Aber, meine Herren Rechte legen auch Pflichten auf, und wenn Sie sie, die Bank, als -unsere Bank betrachten, so genügt es nicht, wenn man diese in die Welt hinausgeschickt hat und sich nicht weiter um! sie kümmert. So behandelt man nicht unser Kind, unsere Bank. D'as ist nicht der richtige Weg. Herzl sagte: Wir können nur die Kräfte dirigieren, die Kräfte schaffen kann nur das jüdische Volk! (Beifall.) Das kann ich Ihnen ebenso in bezug auf die Bank sagen. Wir sind nicht in der Lage, auf einmal große Aktienverkäufe zu machen. Wir sind nicht in der Lage, große Kapitalien heranzuziehen, wenn die zionistische Bewegung und das jüdische Volk nicht mitarbeiten. Ich glaube, diese Politik wird Ihnen allen einleuchten.

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