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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 281

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 281 (sequence 288)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 281 — stellt, als eine einfache Arbeiterbaracke, in der Arbeiter wohnen. Ich habe mit Herrn Dr. R u p p i n eine ernste Auseinandersetzung gehabt, doch hat mir Dr. R u p p i n erklärt, die pure Notwendigkeit habe ihn dazu gezwungen, denn wir haben kein Gebäude, in dem wir die Arbeiter unterbringen können. Geben Sie uns 20 000 Frcs. für die Errichtung von Arbeiterhäusern und wir schaffen aus dem Bau das, was er sein soll, ein Herzlhaus, in dem wir später ein Herzlmuseum und ein Herzlzimmer unterbringen können. Meine Herren! Der Nationalfonds ist nicht fertig, aber er war genötigt, manche Investitionen dringendster Natur vorzunehmen, so daß wir uns in der Bewilligung von Mitteln für Arbeiterhäuser einigermaßen Schranken auferlegen mußten. Ich hoffe, daß diese Periode jetzt überwunden ist, daß wir in aller Kürze das Herzlhaus in einen des Namens Herzl würdigen Zustand versetzen können. (Lebhafter Beifall.) In allen anderen Punkten habe ich nichts gefunden, was Herrn Tolkowsky zu seinen Angriffen auf den Nationalfonds berechtigen könnte. Ich habe selbst in meinem Referate betont, daß wir zu einer gemischten Wirtschaft übergehen mußten, und daß wir zur Ueberzeugung gekommen sind, daß die Pflege des Oelbaumes allein und die Pflanzung von Oelbaumwäldern nicht unsere einzige Aufgabe in Palästina zur Aufforstung und Verschönerung des Landes sein kann. Wenn also Herr Tolkowsky nachträglich dasselbe sagt, so hat er nicht das Recht, uns darum einen Vorwurf zu machen. Wenn er aber findet, daß wir bei der Bewilligung von Mitteln für die Einrichtung einer Milchwirtschaft nicht ganz vorsichtig gewesen sind, muß ich gegen Herrn Tolkowsky eine Beschwerde erheben. Er ist Sachverständiger in dieser Sache. Als ich in Palästina war, hat man gerade die Frage der Einrichtung der Milchwirtschaft erwogen. Herr Tolkowsky hat mich mehr als einmal gesprochen,, er kennt auch meine Kölner Adresse, aber niemals ist es ihm eingefallen, mir etwas^ darüber mitzuteilen, mir zu schreiben: Sie unternehmen etwas, was mit größerer Vorsicht in die Hand genommen werden muß, und ich bitte, vorläufig davon Abstand zu nehmen. Niemals hat er mir gesagt, wenn Sie diese Sache unternehmen, müssen Sie das so oder so machen. Und wenn sich nun erwiesen hat, daß durch einen Unglücksfall, von dem Tolkowsky sagt, man hätte ihn voraussehen können, eine Anzahl von Kühen und Kälbern zugrunde gegangen ist, so hat er deshalb gar kein Recht, der Nationalfondsverwaltung daraus einen Vorwurf zu machen. (Beifall.) Herr Aronowitsch ihat erklart, daß wir zu wenig für die Landwirtschaft tun, indem wir nur ein Zehntel unseres Vermögens für diesen Zweck verwendet haben. Ich will über diesen Punkt mit Herrn Aronowitsch gar nicht mehr streiten. Ich glaube, daß darüber heute kein Zweifel mehr bestehen kann, daß, wenn wir uns darauf beschränkt hätten, Grund und Boden zu kaufen, was an und für sich der Zweck des Nationalfonds ist, und wenn wir diesen Boden kraft der Verhältnisse, da wir damals keine landwirtschaftlichen Arbeiter in Palästina hatten, brach hätten liegen lassen, oder aber durch Araber hätten bewirtschaften lassen, wir weder dem Nationalgefühl des jüdischen Volkes noch einer klug berechnenden Geschäftsführung Rechnung getragen hätten. (Lebhafter Beifall.) Herr Kaplansky ist, glaube ich, wieder nicht hier. Ich bedaure dies. (Ruf: Sein Geist ist hier.) Ich bedaure es, daß Herr Kaplansky nie hier ist, wenn spezielle Fragen, die ihm so sehr am Herzen liegen, verhandelt werden. Doch sagen Sie, sein Geist ist hier und ich werde mich daher mit seinem Geiste auseinandersetzen (Heiterkeit). Herr Kaplansky steht mit seiner Anschauung im schroffen Gegensatz zu Herrn Kann. Dieser will, man solle alles Geld der A. P. C. geben, jener für die Förderung der landwirtschaftlichen Genossenschaften. Nun, Herr Ka-

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