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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 280

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 280 (sequence 287)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 280 — merkung ist nicht ganz fertig. Sie ist vielleicht sogar ein bißchen „leichtfertig, und ich gebrauche nicht gerne einen solchen Ausdruck. Ich will aber dies hier erklären, weil ich fürchte, daß durch eine solche Bemerkung der Nationalfonds unendlichen Schaden erleiden könnte. (Lebhafte Zustimmung.) Wie verhält es sich damit in Wirklichkeit? Sehen Sie doch unsere Aufstellung an — und da appelliere ich an Herrn Kann als Bankier und Geschäftsmann und werde an ihn die Frage richten, ob er bei solchen Zahlen davon reden kann, daß der Nationalfonds fertig sei. Wir haben an Wertpapieren, und zwar an Konsols und gleich mündelsicheren Papieren, einen Effektenbestand von über 900 000 M. in der Bank liegen, über den wir jederzeit verfügen können. Wir haben weiter in landwirtschaftlichen Unternehmungen einen Betrag von etwa IV2 Millionen investiert. Bei diesen landwirtschaftlichen Unternehmungen haftet uns für alles, was wir hineingesteckt haben, der Grund und Boden selbst. Wir haben auf denselben nicht einen Pfennig Schulden. Unser ganzer palästinensischer Besitz ist ohne jede hypothekarische Belastung. (Beifall.) Sodann haben wir in Palästina wiederum ungefähr I1/2 Millionen darlehnsweise investiert, der größere Teil dieser Investierungen ist Kreditgewährung an die A. P. C. für die Förderung des Häuserbaues und der kooperativen Genossenschaft in Palästina, und nun frage ich Herrn Kann, der uns doch erklärt, und ich glaube es ihm, daß die A. P. C. eine Überauls gute und sichere Bank ist, der man vertrauen kann, wenn wir dieser Bank einen solchen Betrag anvertrauen, ist er vielleicht gefährdet? Wir haben ferner einen Betrag von 200 000 M., und das ist, glaube ich, der strittige Punkt, auf den Herr Kann das Hauptgewicht legt, der P. L. D. C. kreditiert. Dieser ganze Betrag, den wir hingegeben haben, ist durch die Erwerbungen gesichert, die die P. L. D. C. in Palästina gemacht hat. Der ganze Besitz der P. L. D. C. haftet uns für die Kreditgewähr. Ich glaube nicht, daß man unter solchen Umständen von einem unvorsichtigen Vorgehen des Jüdischen Nationalfonds reden kann. Darf man von •einer Gesellschaft, die keinen Pfennig Schulden und einen schuldenfreien Besitz von über iy2 Millionen Wert hat — möge es etwas mehr oder weniger sein, darauf kommt es nicht an — die 1 Million mündelsichere Effekten im Schrank hat, sagen, sie ist fertig? Dafür liegt nicht die geringste Veranlassung vor (Beifall). Herr Kann bemängelt nun, daß wir die Aktien der P. L. D. C. zum Parikurs aufgeführt haben. Ich will kein Urteil über den Wert der Aktien der P. L. D. C. abgeben, denn, obwohl sie jeden Tag noch zu Parikurs verkauft und gekauft werden, weiß doch Herr Kann ganz genau, wie dieser Posten von P. L. D. C.¬ Aktien in unseren Besitz gekommen ist. Es ist doch der Gegenwert für unsern Grund und Boden, den wir der P. L. D. C. in Erbpacht gegeben haben, für Kinereth und Dagania, und Herr Kann weiß ganz genau, daß wir einen Vertrag geschlossen haben, wonach es uns in jedem Augenblick freisteht, unsern Grund und Boden zurückzunehmen. Ich glaube, ein Boden, auf dem durch drei Jahre hindurch landwirtschaftlich gearbeitet worden ist, kann doch unmöglich in der Zwischenzeit weniger wert geworden sein. Es liegt in unserer Hand, diesen Vertrag mit der P. L. D. C. jeden Augenblick zu lösen, so daß kein Zweifel bestehen kann, daß wir vollauf berechtigt sind, diese Aktien zum Parikurs in unsere Bilanz aufzunehmen. Damit halte ich die Einwendungen des Herrn Kann für erledigt. Jetzt komme ich zu Herrn Tolkowsky. Er hat in einem Punkte seiner Kritik Recht gehabt, und zwar betrifft dies den Zustand des Herzlhauses. Ich habe mich selbst bei meinem Aufenthalt in Palästina überzeugt, daß dieser Zustand kein würdiger ist. Wir haben uns unter einem Gebäude, das den Namen H e r z 1 trägt, in dem Walde, den wir dort zu seinem Andenken pflanzen wollen, etwas Idealeres vorge-

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