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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 274

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 274 (sequence 281)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 274 — getan wird dafür nichts. In den letzten Jahren hat man jährlich höchstens zehntausend Dun am Boden erworben; wenn man in diesem Tempo weiterarbeiten wird, bekommen wir das Land nach einigen Jahrhunderten! Was werden uns all die Schulen helfen, die wir dort gründen, wenn der ßoden nicht unser seih wird? Deshalb sage ich auch, daß ein jeder Redner, der diese Tribüne betritt, über welchen Gegenstand immer er zu reden hat, zu allererst an Geulath-Haarez erinnern soll. Es soll ein ständiger Mahnruf für uns alle werden. Wie man diese Hauptforderung Palästinas in Erfüllung bringen soll, darüber werde ich der Kommission meine Vorschläge machen. Was ich hier sagen will, ist dies: Herr Kann hat dem Palästinaamt für die zugunsten der Jemeniten unternommene Aktion einen Vorwurf gemacht; wir machen ihn im Gegenteil den Vorwurf, daß es diese Aktion unter Druck von außen eingestellt hat. Denn es ist für uns ein Gebot der allerwichtigsten Notwendigkeit, daß wir mehr arbeitsfähige Bevölkerung für das Land heranziehen. Redner befürwortet besonders eine Erziehungsarbeit unter den arabisch sprechenden Juden. Wir müssen es wünschen, daß bei jedem größeren Länderkauf, sei es seitens Institutionen oder seitens Privatleuten, auch unser Nationalfonds beteiligt sein soll, damit er um die neue Siedlung ein Arbeiterdorf gründe, das die neue Siedlung umzingle und vor dem Eindringen fremder Arbeit schütze. Es genügt ja nicht, Ländereien einzukaufen; sie müssen erst mit jüdischen Händen bearbeitet und von Juden gehütet werden. Vizepräsident Dr. Ehrlich: Das Wort hat der Herr Abraham G o 1 d b e r g. Del. Abraham Goldberg (spricht jüdisch): Die alte Leitung kann es sich als Ehre anrechnen, einen Mann wie Dr. Ruppin gefunden zu haben. Ich bin überzeugt, daß das System überhaupt nicht bestritten werden kann, weil auch Kann, der gegen Dr. Ruppin aufgetreten ist, nicht von dem System gesprochen, sondern sich nur mit der Frage befaßt hat, ob man das System ausgeführt hat oder nicht. Die Kritiker haben nicht erklärt, daß sie gegen praktische Arbeit sind, im Gegenteil. Alle Redner haben erklärt, daß sie für die praktische Arbeit sind. Wir sollen vorsichtig mit dem Gelde vorgehen, und es ist meiner Meinung nach ganz gut, daß wir solche Warner in 'unserer Partei haben. Wenn Herr Jacobus Kann hier und da etwas auszusetzen hat, darf man ihn nicht deswegen als Feind betrachten, vielleicht ist in seiner Warnung etwas Richtiges. Die amerikanische Delegation ist der Anschauung, daß alles gut geleitet wurde. Wir haben eine Leitung, die der radikalen Ansicht huldigt und vieles leisten will. Andererseits ist es gut, daß wir einen Aufsichtsrat haben, welcher kühler denkt und uns auch auf die Fehler aufmerksam macht. Vizepräsident Dr. Ehrlich: Das Wort hat Herr Julius Simon. Del. Julius Simon (mit lebhaftem Beifall begrüßt): Geehrter Kongreß! Wir haben es jetzt endlich in der ganzen Organisation erkannt, daß die praktische Arbeit in Palästina das Rückgrat der Bewegung bildet, daß ohne sie keine Entwicklung der Organisation weder in politischer noch in organisatorischer oder propagandistischer Beziehung möglich ist. Angesichts der Bedeutung dieser Arbeit muß deshalb jede Kritik, die an einzelnen Punkten der Arbeit Ausstellungen zu machen hat, dankbar begrüßt werden. Aber wir wissen, daß es zweierlei Art von Kritik gibt, eine, die fördern will, die einzelne Mißstände in Zukunft abgestellt wissen will, und eine andere Art von Kritik, die zur Vernichtung der ganzen Arbeit führen muß. (Sehr richtig!) Die eine Art der Kritik haben wir heute von Herrn Tolkowsky, von Herrn Aronowitsch, von Herrn Schochat und von Herrn Kap-

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