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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 273

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 273 (sequence 280)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 273 — Seilschaften an Betriebsfonds. Die Genossenschaften selbst verfügen über kein Inventar und Betriebskapital. Deshalb unterbreiten wir dem Zionistenkongreß den Antrag, der Genossenschaftsfonds möge durch einen Betriebsfonds für die Okkupationsgenossenschaften ergänzt werden. Wenn wir einen solchen Betriebsfonds haben, wird der Nutzen der Genossenschaften noch erhöht werden. Der Nationalfonds wird vor allem die Möglichkeit haben, Boden zu kaufen und wirklich zu bearbeiten. Er wird es nicht nötig haben, sein Geld „zeitweise" zu verwenden, sondern er wird direkt darangehen können, seinen Zweck zu erfüllen. (Beifall.) Im vorigen Jahre habe ich bei der Jahreskonferenz vom Nationalfonds eine direkte Aktion für Bodenkäufe in Palästina verlangt. Damals wurde mir gesagt, es bestehe keine Möglichkeit, Boden in Palästina zu kaufen. Der Nationalfonds könne Boden nicht kaufen, wenn er ihn nicht bearbeiten könne. Daher ist der Nationalfonds daran interessiert, dem genossenschaftlichen Prinzip in Palästina zum Durchbruch zu verhelfen. Denn Privatleute werden den Boden jenseits des Jordans und die schwierigsten Teile des Bodens in Palästina nicht in Arbeit nehmen. Das ist die Aufgabe des Nationalfonds. Einzelpächter hat der Nationalfonds jetzt noch nicht. Die werden erst aus dem Arbeiterstand hervorgehen. Deshalb meinen wir, wenn dieser Betriebsfonds für die Okkupationsgenossenschaften besteht, dann haben wir die Möglichkeit, mit dem Gelde des Nationalfonds Boden zu kaufen. Genossenschaften werden organisiert, sie erwerben mit Hilfe des Betriebsfonds ihr Inventar und können ein großes Stück Land in Bearbeitung nehmen. So denken wir uns die Aufgabe dieser Okkupationsgenossenschaften. Nur noch ein Wort: Ein Siedlungssystem ohne Agrarkredit ist unmöglich. Wir sind daher nicht gegen die Agrarbank, obwohl wir stets geglaubt haben, daß sie vor allem der gerühmten Privatinitiative zugute kommen wird. Aber gerade wir Sozialisten sind nicht dogmatisch. Wir wollen die Privatinitiative nicht ganz ausschalten. Wir sehen übrigens kein Mittel, sie auszuschalten. Wir gönnen also den Privatunternehmern in Palästina die Hilfe der Agrarbank, aber was wir verlangen, ist, daß in den Statuten der Agrarbank die Möglichkeit vorgesehen wird, auch Arbeitergenossenschaften Kredit zu gewähren. Dann wird die Agrarbank von Nutzen nicht nur für die Besitzenden sein, sondern auch für die Besitzlosen. Ich komme zum Schlüsse. Wir denken uns Palästina nicht als ein Land, das von jüdischen Grundbesitzern beherrscht wird, nicht als ein Land, wo jüdische Arbeiter nur eine Minderheit bilden. Wir denken uns das Land Palästina als Eigentum des Jüdischen Nationalfonds und des jüdischen Volkes. Wir denken uns dieses Land von selbstwirtschaftenden jüdischen Bauern und von freien jüdischen Arbeitergenossenschaften bebaut. So hoffen wir, daß das jüdische Volk, indem es sein Problem der Rückkehr zur Mutter-Erde löst, zugleich dazu beitragen wird, die arbeitende Menschheit von den Qualen des Grundmonopols zu befreien l (Stürmischer, langanhaltender Beifall.) Vizepräsident Dr. Ehrlich: Es sind bei mir Beschwerden eingelaufen, daß sich in dem für die Delegierten bestimmten Räume auch Nichtdelegierte aufhalten. Ich bitte die Nichtdelegierten, sofort sowohl die Plätze der Delegierten als auch die Zugänge zu verlassen. Ich bitte die Ordner dafür zu sorgen. Das Wort hat Herr Schochat. Del. Israel Schochat (spricht hebräisch): Ich vermisse bei allen Rednern, die diese Tribüne bisher betreten haben, das einzig nützliche,, einzig notwendige und einzig nottuende Wort: * „Geulath-Haarez". Es. scheint, daß dies ein bereits von allen anerkanntes Prinzip ist; aber 18

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