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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 266

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 266 (sequence 273)
Language
German, English, Hebrew
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— 266 — ist nicht richtig. Ich habe nur gesagt vom Bezalel, daß vielleicht eine halbe Million hätte erspart werden können bei einer ordentlichen Leitung. Vizepräsident Dr. Ehrlich: Noch 3 Minuten! Del. Kann: Bezüglich der anderen Gesellschaften habe ich nur gesagt, daß da große Summen verloren wurden, weil man in unnützer Weise Gelder verausgabt hat, ich habe aber keine Summen genannt. Was den Bezalel anbelangt, da hat Dr. R u p p i n nicht das richtige Verständnis gehabt, wie ernst die Lage war. Ich stimme mit ihm vollauf überein, daß Prof. Schatz in der Schaffung des Unternehmens unsere dankbare Anerkennung verdient, aber das ist keine Entschuldigung für das Palästinaamt, das die Mißwirtschaft beim Bezalel so lange zugelassen hat. Es ist vom Palästinaamt nie auf die große Gefahr hingewiesen worden, statt dessen haben wir Jahresberichte bekommen, die kein rechtes Bild der wirklichen Lage gaben und die dazu beigetragen haben, daß meine Warnungen nicht beachtet worden sind. In der . zionistischen Presse wurde noch voriges Jahr die Nachricht verbreitet, der Nationalfonds habe dem Bezalel dazu verhelfen, eine Kolonie auf seinen Ländereien zu betreiben, wo Hausindustrie mit Gartenwirtschaft verbunden wäre. Wie es in dieser Kolonie aussieht, darüber weiß Herr Est ermann zu erzählen. Fünf elende Häuschen, bewohnt von degenerierten Jerusalemer Jemeniten! Das ist die Bezalelkölonie in Ben Schemen! Vizepräsident Dr. Jährlich: Herr Kann! Del. Kann: Ich bin gleich zu Ende. Ich habe nie davon gesprochen, daß Herr Prof. Seh atz entfernt werden müsse, wie Herr Dr. Ruppin von mir behauptet hat, im Gegenteil, ich weiß, daß Herrn Schatz das größte Verdienst um1 das Zustandekommen des Bezalel zukommt und möchte einen Vergleich ziehen zwischen Herrn Schatz im Bezalel und Dr. Ruppin im Palästinaamte. Dr. Ruppin ist auch ein Schatz, ein teurer Schatz (Heiterkeit), nicht nur in dem Sinne, daß er uns viel Geld gekostet hat durch die Art und Weise, wie die Palästinaarbeit geleistet wurde, sondern ich meine es wirklich, Dr. Ruppin glaube es mir, daß er uns unersetzlich ist. Aber genau so wie Herrn Schatz beim Bezalel ein tüchtiger Geschäftsmann zur Seite kommt, muß das auch bei ihm geschehen, weil er allein nicht imstande ist, die Palästinaarbeit zu leiten. Ich soll gesagt haben, daß Herr Dr. Ruppin mit den Wörtern „kaufmännisch" und „geschäftsmäßig" gewissermaßen jongliert. Gewiß, Ihre Geschäftsführung beim' Bezalel, Herr Dr. Ruppin, ist nicht kaufmännisch, nicht ordentlich und nicht geschäftsmäßig. Und wenn wir heute von Herrn Tolko wski gehört haben von der Verwahrlosung des Herzlhauses, so sage ich,' es ist nicht alles so in Ordnung, wie es Herr Dr. Ruppin behauptet.; Ich habe vom Herrn Präsidenten des Nationalfonds, als ich vorher die Zahlen der Ueberschreitungen nannte, den Zuruf gehört: „Sehr richtig!" Ich bin überzeugt, der Präsident des Nationalfonds kann diesen Zuruf bei allen meinen Zahlen wiederholen, denn sie sind richtig. (Ruf: Nein!) Gewiß! Die Organisation muß Opfer bringen. Solche Opfer sind Schulen und Anstalten von allgemeinem Nutzen, aber geschäftliche Unternehmungen müssen geschäftlich geleitet werden. Das Bild vom Dachdecker, das Herr Dr. Ruppin gebraucht hat, nehme ich auf; ein Dachdecker ergreift die nötigen Vorsichtsmaßregeln, wenn er das Dach besteigt, damit er nicht abstürzt. Wenn die Palästinaarbeit so weitergeht, werden Sie, Herr Dr. Ruppin, abrutschen und wir mit Ihnen, und davor möchte ich uns bewahren. M-eine Vorwürfe sind nicht nur, daß wir mit der Palästinaarbeit nicht vorsichtig vorgegangen sind, sondern auch, daß die Sache immer

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