Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 265 (sequence 272)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 265 — davon gesprochen, daß sich unter diesen Effekten Aktien befinden der P. L. D. C, und daß dieselben in der Bilanz des Nationalfonds zum al pari Werte vorkommen. Ich habe jedoch als Effektenbesitz noch immer lieber englische Konsols, wenn sie auch weniger als Pari wert sind. Ich verstehe es wohl, daß man versucht, die P. L. D. C. zu rehabilitieren, aber man hat dabei zuviel den Zweck ins Auge gefaßt und Mittel gebraucht, die nicht zulässig sind. Wir haben darüber von Tolkowski genug gehört. Uebrigens bei der Arbeit, die die P. L. D. C. heute verrichtet, — das ist einfacher Bodenverkauf, —* ist diese Gesellschaft überflüssig. Ich hoffe, daß die Landkäufe auch wirklich Kolonisten ins Land ziehen werden; dann ist dies das Verdienst des Herrn Dr. Ruppin, der sich die Mühe gegeben hat, aber nicht dieser Gesellschaft, die man mit allen Mitteln vorwärts bringen will, die es aber nicht verdient. Man hat Bir Adas und Kafrurie auch an Privatpersonen verkaufen können, ohne vorher Wirtschaften einzurichten und große Unkosten zu machen. Herr Dr. Ruppin hat heute morgen gesagt, wir befolgten bei der Pflanzungsweise der Oelbäume die Pflanzungsweise der Kolonien. Das ist aber in Widerspruch mit dem, was die Leitung in Beantwortung auf mein Memorandum geschrieben hat. Darin steht, daß in den ersten Jahren noch keinerlei Erfahrungen mit der Pflanzung von Oelbäumen in großem Maßstabe vorlagen. Ueber diese Oelbäume möchte ich an dieser Stelle auch bemerken, daß Dr. Ruppin im Oktober 1911 mir geschrieben hat: „Jetzt haben wir, wie Ihnen bekannt sein dürfte, für das nächste Wirtschaftsjahr vorn Oktober 1911 bis 30. September 1912 ein festes Budget aufgestellt, das mit den Mitteln des Vereines Oelbaumspende durchaus im Einklang bleibt, und wir können im Einverständnisse mit unseren Agronomen dafür einstehen, daß eine nennenswerte Ueberschreitung dieses Budgets nicht vorkommen wird." Diese Versicherung hat sich jedoch als gänzlich wertlos erwiesen. Um nicht weniger als 31 000 Frcs. wurde das Budget überschritten. Herr Dr. Ruppin hat sehr richtig gesagt, daß man nicht über Dinge urteilen soll, die man nicht genau kennt, und er hat mein Buch „Erez Israel" kritisiert, das ich vor fünf Jahren geschrieben habe. Ich werde Herrn Dr. Ruppin als Schriftsteller keine Konkurrenz machen. Dagegen in praktischen Sachen, meine Damen und Herren, darin nehme ich es noch mit ihm auf. Wenn Herr Ruppin sagt, man muß an Ort und Stelle sein, wenn man die Arbeiten kritisiert, so ist das nicht richtig. Wenn man für die Arbeiten verantwortlich ist, muß man an Ort und Stelle sein, aber für eine Kontrolle ist es nicht durchaus notwendig. Ich habe es bewiesen beim Bezalel. Ich war im Haag und Dr. Ruppin in Jaffa, und ich habe es doch besser eingesehen als er. Dr. Ruppin hat gesagt, die A. P. C. sei keine eigentliche Kolonisationsbank, daraus mache er keinen Vorwurf, im Gegenteil; er hat die A. P. C. in Schutz genommen, aber diese Inschutznahme nat doch -eKvas Beigeschmack eines Vorwurfes gehabt. Wenn die A. P. C. auch direkt keine Kolonisation macht, so hat sie dodh die Kolonisation derart gefördert, wie keine andere Institution in Palästina. Ich brauche Sie nur auf die Broschüre der A. P. C. zu verweisen, die sie ja alle bekommen haben, und die, glaube ich, genügend überzeugend wirkt. Wenn die A. P. C. keine Agrarkredite hat einrichten können, so ist nur der Umstand daran schuld, daß der Nationalfonds den Betrag, der sonst dafür zur Verfügung gestanden hätte, in Institutionen angelegt hat, die zum Teil verfehlt sind. Auch wird die A. P. C. die Initiative nehmen, wo es notwendig sein wird und nur, soweit es in ihren Kräften sein sollte. Herr Dr. Ruppin hat von mir gesagt, ich hätte Verschiedenes gesprochen von der Oelbaumspende und von der P. L. D. C. und hätte von einer halben Million Verlust gesprochen. Das