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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 240

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 240 (sequence 247)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476276--4159-3480302
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— 240 — die Juden, die über eine über 50 000 Seelen starke Bevölkerung verfügen, keinen haben. Wir müssen also unsere Wählerzahl vermehren, und in gleichem Maße werden wir danach auch die Zahl unserer Gewählten vermehrt haben, bis wir endlich auch unsere Vertreter in das Volkshaus werden entsenden können. Die ansässige Bevölkerung soll unseren ernsten Wunsch erkennen, im Lande mitzuarbeiten, und zwar wie Landeskinder und nicht wie Fremde, die nur auf die Exploitation der Landesgüter hinauszielen. Und wenn wir kritisieren wollen, so sollen wir nicht über das reden, was getan wurde, sondern über das, was nicht getan wurde. Da ist nun folgendes hervorzuheben: Wir setzen Vertrauen in das Palästinaamt, aber wir verlangen erstens, daß auch Jerusalem ein solches Amt bekommen, und daß beiden Aemtern auch Beiräte aus Palästinensern zugeteilt werden. Wir kennen alle die Tüchtigkeit des Herrn Dr. Ruppin, und wir preisen sie. Aber es ist unmöglich, daß eine Person allein alles machen soll. Ziehen wir die Männer heraus, die unsere Sache machen können und sollen, and stellen wir jeden Mann auf seinen richtigen Platz. Redner entwickelt schließlich die Forderungen und Erwartungen der palästinensischen Judenheit, die darin gipfeln, die durch den Balkankrieg eingetretene Auswandererbewegung nach Syrien hinzulenken und die Verbesserung des Verhältnisses zur arabischen Bevölkerung und Schaffung einer Filiale des Palästinaamtes in Jerusalem, sowie vorbereitende Schritte zur Schaffung einer allgemeinen Organisation der palästinensischen Judenheiten fordert. Vizepräsident Dr. Ehrlich: Zu einer kurzen Mitteilung hat Herr Sekretär Dr. Rosenblüth das Wort. Sekretär Dr. Rosenblüth: Meine Damen und Herren! Die heutige musikalische Matinee, bei welcher Miß Margery Bentwich und Herr Leo Gollanin mitwirken, findet erst nach Schluß dieser Sitzung, also um %2 Uhr, im Beethovensaale statt. Vizepräsident Dr. Ehrlich: Das Wort hat Herr Sokolow. Mitglied des E. A. C. Nahum Sokolow (mit stürmischem, langanhaltendem Beifall begrüßt): Congres nichbath! Gestatten Sie mir, eine Parenthese in die jetzige Debatte einzuschalten. Was ich Ihnen mitteilen will, steht nicht in einem direkten Zusammenhang mit der Palästinadebatte, aber mit Palästina steht ja schließlich alles, was wir im Zionismus haben, in enger Verbindung. Ich will Ihnen ein Sendschreiben mitteilen, welches wir von einem amerikanischen Gesinnungsgenossen, von Mr. B r a n d e i s, erhalten haben. (Lebhafter Beifall.) Gestatten Sie mir, in kurzen Worten eine Charakteristik dieser Persönlichkeit vorauszuschicken. Es ist hier nicht der Ort, über einzelne Persönlichkeiten zu sprechen, aber der Anteil Amerikas an der zionistischen Arbeit ist so bedeutend, daß wir davon nicht absehen können, uns in den Kräften und Faktoren zu orientieren, die jetzt in der zionistischen Arbeit in Amerika tätig sind. Verehrter Kongreß! Bei der Propagandaarbeit — und ich behaupte, daß die Propagandaarbeit eigentlich für die Diaspora die wichtigste, vielleicht die einzige ist — muß uns daran liegen, auch die führenden Persönlichkeiten zu gewinnen. Sie werden sich an die alte Parole „Eroberung der Gemeinden" erinnern, die doch denselben Zweck hatte. Wir wollten doch die Gemeinde erobern, nicht damit unseren Gesinnungsgenossen die Ehre zuteil werde, in den Gemeindeverwaltungen zu sitzen, sondern

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