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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 224

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 224 (sequence 231)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 224 — von Zinsen und Amortisation, erwerben. Es kann so gemacht werden, daß er nicht mehr zu zahlen hat, als heute für eine schlechte Wohnung in Jaffa. Und dann haben Sie die Grundlage für landwirtschaftliche Kolonisation. Uns fehlt aber bis heute noch ein System des Nation a 1 f o n d s. Es ist unglaublich, aber wahr. Wenn Sie ein System gesucht hätten,, hätte ich Ihnen Beiträge dazu liefern können, und innerhalb dieser Beiträge waren vollwertige Ersatzformen für den Agrarkredit und für hypothekarische Beleihungen. Ich werde in der Palästinakommission dieses Kongresses versuchen, in ganz kurzen Worten ein System des Nationalfonds zu zeigen, durch das er weit über seine Sammlungen hinaus die Hand auf Ländereien in Palästina legen kann, und durch das Juden in Palästina sich auf dem Lande — ebenfalls weit über den heutigen Maßstab hinaus— ansässig machen können. Sie sehen immer nur Schwierigkeiten und bei den ersten Schwierigkeiten — die nicht viel anders sein müssen als! bei der Dachziegelgeschichte — schließen Sie das Kapitel. Es gibt keinie Schwierigkeiten, die ein daran arbeitender Kopf nicht würde beseitigen können. Sie müssen nur wollen. Sie müssen nur in Ihrer ganzen Art der Arbeit und Ihrem Maßstab zeigen, daß Sie für die Sache sind und daß es sich lohnt, darüber nachzudenken und darüber zu sprechen. Was uns fehlt, ist vor allem der Mut zur eigenen Aufgabe, der Mut zu den eigenen Ueberzeugungen, der Mut, in die jüdischen Massen zu gehen und zu sagen, Palästina i s t ein Einwanderungsland für die Juden, in der Zukunft für große Massen, aber auch in der Gegenwart schon für eine sehr bedeutende Zahl, für ein Vielfaches des Momentanen. Wir müssen kommen und sagen: Hier sind so und so viele Möglichkeiten. Allerdings müssen die Möglichkeiten geprüft werden, 'und darauf will ich hinaus. Wir brauchen eine Stelle, an der alle Informationen über Palästina zusammenfließen, und an der diese Dinge geprüft werden. Nennen Sie diese Stelle meinetwegen Palästinaressort. Herr Dr. H a n t k e hat ja auch in seinem Berichte die Notwendigkeit eines solchen Palästinaressorts am Sitze der Leitung (in Verbindung mit dem N.-F.) auseinandergesetzt. Schaffen Sie eventuell ein solches Ressort bei dem Nationalfonds'. Man kann die größeren Angelegenheiten, die prinzipiellen Sachen, die in das Palästina-Ressort fallen, wie es heute schon ohnedies geschieht, von Berlin aus behandeln, und die Sammeltätigkeit kann von Köln aus geleitet werden. Man kann auch noch viele andere Wege finden, wenn man will, man braucht sich daran nicht zu stoßen, wenn einem die Modalität nicht paßt. Wir brauchen aber absolut am Sitze der Leitung in Europa eine Palästina-Zentrale, in welcher die Informationen und Angelegenheiten zusammenlaufen und geprüft werden sollen, was in Jaffa nicht möglich ist, und eine Stelle, von der diese Informationen ausgehen könnten. Vielleicht werden Sie sich auf diesem Kongresse — ich wage es kaum zu hoffen — entschließen, das Emigrationsamt zu schaffen. Das mag dann dort sein und mag seine Filiale oder ein Parallelamt in Jaffa oder sonstwo in Palästina haben. Jedenfalls kann diese Palästinazentrale in Berlin auch die Informationszentrale sein auch für unsere Bankangelegenheiten und kann helfen, wenn Sie das Emigrationsamt nicht schon beschließen, es wenigstens für den nächsten Kongreß vorzubereiten! Wir brauchen diese Zentrale auch als Zentralpunkt für alle wirtschaftlichen Angelegenheiten Palästinas, wir brauchen eine Palästina-Zeitschrift und ein Palästina-Archiv. Wir brauchen alles in allem, wie ich

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