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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 186

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 186 (sequence 193)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476276--4105-3480248
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— 186 — Ich kann die Zeit des Kongresses nicht übermäßig in Anspruch nehmen, wie es eigentlich doch in einem erschöpfendea Bericht notwendig wäre, aber auch an dieser Stelle möchte ich nur wiederholen, daß ich die Beobachtung gemacht habe,, daß unsere pa^ lästinensischen Beamten mit großer Gewissenhaftigkeit ihre Pflicht erfassen, daß die Einrichtung der Oelbaumpflanzungen in Benschemen und Hulda durch die wirtschaftlichen Erfahrungen bedingt war, die man in Palästina gesammelt hatte Daraus hatte sich nämlich die Notwendigkeit ergeben, ein gemischtes Wirtschaftssystem einzuführen, bei welchem die Pflanzung von Oelbäumen und anderen Bäumen als ein Hauptzweck, aber nicht als die ausschließliche Arbeit der Verwaltung erschien. (Unruhe.) Vizepräsident Stand: Ich bitte um Ruhe und ersuche die Herren, ihre Plätze einzunehmen. Wir behandeln ein Thema von ungeheuerer Wichtigkeit. Wollen Sie sich also auf ihre Plätze begeben und das Referat ruhig anhören. Referent Dr. Bodenheirner; Ich fürchte, die meisten Delegierten warten darauf, das Referat gedruckt in die Hände zu bekommen und kommen deshalb nicht hierher, um es anzuhören. Wir sind ferner zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Beschränkung auf die Pflanzung von Oelbäumen weder durch eine wirtschaftliche Notwendigkeit, noch durch den Charakter des Landes bedingt sei, daß es vielmehr angezeigt erscheint, die Bepflanzung des Landes mit verschiedenartigen Bäumen vorzunehmen, deren Pflanzung vielfach bedeutend geringere Kosten erfordert und denselben wirtschaftlichen Erfolg gewährleistet. Wir haben daher beschlossen, die Baumspende in derselben Höhe, wie bisher, aufrecht zu erhalten, aber vom vorigen Jahre ab nicht ausschließlich zur Pflanzung von Oelbäumen, sondern von anderen Frucht- und Nutzbäumen zu verwenden. Die Kosten der Pflanzung eines ©elbaumes werden erst nach einiger Zeit endgültig festzustellen sein. Diese Kosten spielen aber keinerlei ausschlaggebende Rolle in dieser Frage, da die Rentabilität der Oelbäume auch bedeutend höhere Aufwendungen rechtfertigen kann, als wie sie ursprünglich für die Pflanzung der Oelbäume in Aussicht genommen waren. Bei meiner Reise in Palästina fiel mir der Notstand auf, der in hohem Qrade durch die rasche Zuwanderung des jemenitischen Arbeiterelementes entstanden war. Diese Unglücklichsten unserer Stammesgenossen kamen in einem trostlosen Zustand in Palästina an, und es war für ein einigermaßen den Gesetzen der Hygiene entsprechendes Unterkommen in keiner Weise vorgesorgt. Da anderseits von allen Seiten die Eignung dieses Elements für landwirtschaftliche Bestätigung bestätigt wurde, erschien es mir eine zwingende Aufgabe des Nationalfoinds, die Errichtung von einigermaßen genügenden Wohnungen für diese Einwanderer zu ermöglichen. Das Direktorium des Nationaltonds hat demnach auf meinen Vorschlag diese Sache in die Hand genommen, für die zwei ersten Jahre einen Betrag von Frs. 100 000 zur Errichtung solcher Jemenitenhäuser zur Verfügung gestellt, und eine Sammlung für diesen Spezialzweck eingeleitet. Daß wir mit

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