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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 184

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 184 (sequence 191)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476276--4103-3480246
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— 184 — daß ein solcher Versuch als gescheitert zu betrachten ist, wenn aus demselben dauernd eine Rentabilität nicht zu erwarten ist. Es ist auch begreiflich, daß derartige Versuche in den ersten Jahren erhebliche Investitionen erfordern, die im Laufe eines Jahres nicht herausgewirtschaftet werden können, die also den Kapitalfonds der betreffenden Unternehmung belasten. Der Gegenwert muß dann in dem erhöhten Wert und der erhöhten Rentabilität des Bodens für die Zukunft liegen. Die Erfahrungen bei diesen Versuchen sind noch zu kurz, um als abgeschlossen zu gelten. Es dürfte aber klar sein, daß wir bei den erheblichen Mitteln, welche die Förderung dieser landwirtschaftlichen Unternehmungen erfordern, bis sie abgeschlossen sind und wir einwandfreie Resultate feststellen können, uns die allergrößten Schranken auferlegen müssen und für andere Zwecke vorläufig keine Mittel zur Verfügung stellen. Abgesehen von der Erbauung von A r b e i t e r h e i m - statten für ledige und von Häusern für verheiratete Arbeiter, seien es nun Jemeniten oder aschkenasische Arbeiter, hat der Nationalfonds seit dem letzten Kongreß nicht die geringste Summe anderen Zwecken als dem Ausbau unseres Farmensystems einschließlich der Siedlungsgenossenschaft bewilligt. Allerdings haben wir es für unsere Pflicht gehalten, auch einem anderen System der Arbeiteransiediung unsere Unterstützung zu widmen, die von dem Odessaer Komitee mit Erfolg unternomlmen worden ist. Wir sehen in der An Siedlung von Arbeitern in der Nähe von Pflanzungskolonien eine überaus nützliche Ergänzung unseres Systems der Heranbildung von kleinen Bauern und Pächtern. Es hat sich übrigens nirgends ein Widerspruch dagegen erhoben, daß wir uns an diesem Unternehmen durch geringe Kapitalsunterstützung beteiligt haben. Ich möchte für meine Person keine Zweifel darüber lassen, daß ich nicht das geringste Interesse daran habe, veraltete wirtschaftliche Prinzipien nach Palästina zu verpflanzen. Für den Nationalfonds, der dem ganzen jüdischen Volke zu dienen berufen ist, darf Palästina nur Neuland sein, wo wir die bewährtesten Grundsätze landwirtschaftlicher Siedelung einführen wollen. Diese mögen sich dann in freiem Wettbewerb mit den bestehenden landwirtschaftlichen Unternehmungen messen. Als das Wichtigste erscheint mir hierfür die Heranbildung des Menschenmaterials für unsere zukünftigen Siedlungen. Es bedarf daher keiner besonderen Versicherung, daß ich den größten Wert auf die Förderung des landwirtschaftlichen Arbeiter dementes und seiner Lebensbedingungen in Palästina lege. Ich möchte sogar so weit gehen, zu sagen, daß mir das Interesse dieses Arbeiterelementes untrennbar mit der zukünftigen Entwicklung des jüdischen Nationaltonds verbunden erscheint, und der Nationalfonds alle Aufwendungen verantworten kann, die er diesem Zwecke zuwendet. Selbstverständlich gibt es für den Nationalfonds auch für diese Seite seiner Tätigkeit gewisse Grenzien, die er nicht überschreiten kann. In erster Linie ist dies die statutarische Bestimmung, wonach der Nationalfonds ein Viertel s'eines Kapitals dauernd in Werten anlegen muß, die nadh den Grundsätzen

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