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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 180

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 180 (sequence 187)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 180 — Vizepräsident Stand: Ich erteile Herrn Simon gleichfalls das Wort zu einer Mitteilung. Vizepräsident Simon: Der Permanenzausschuß versammelt sich in zehn Minuten zu einer kurzen Sitzung im Zimmer Nr. 20. Vizepräsident Stand: Wir kommen nun zur Tagesordnung, und ich erteile das Wort Herrn Dr. Boden heimer als Referent über den Nationalfonds. (Lebhafter Beifall.) Referent Dr. Bodenheimer (mit stürmischem Beifall begrüßt): Sehr geehrter Kongreß! Ich darf wohl um einige Nachsicht bitten, da meine Stimme von der Anstrengung von heute morgen einigermaßen erschöpft ist. Ich bitte Sie also freundlichst um besondere Ruhe, damit ich meine Stimme nicht anzustrengen nötig habe. Auch in der letzten Kongreßperiode ist der Nationalfonds wiederum gewachsen. Die Spendeneingänge in den letzten zwei Jahren weisen einen Betrag von 1 253 519 M. aus, gegenüber jenen der vorhergegangenen zwei Jahre eine Zunahme von zirka 360 000 Mark. Dieser Erfolg ist in erster Linie der unentwegten Arbeit unserer Sammelstellen, ihren Mitarbeitern und Vertrauensmännern und der zielbewußten Ausdehnung unserer organisatorischen und propagandistischen Maßnahmen zuzuschreiben. Der Erfolg ist um so höher zu bewerten, als gleichzeitig erhebliche Ansprüche für die organisatorischen Ausgaben der Zentralleitung erhoben und befriedigt worden sind. So kann ich zu meiner Freude feststellen, daß audi zu diesem Kongreß zahlreiche spezielle Spenden eingelaufen sind, die in Kürze von der Tribüne noch werden bekannt gegeben werden, obwohl von der Leitung die Parole ausgegeben worden war, nur für den Zentralfonds zu spenden. Der gegenwärtige Stand Unseres Vermögens beträgt über 4 000 000 Kronen. Wir nähern uns also dem Zeitpunkt, an welchem wir das bei der Gründung vorgesehene Minimalkapital von fünf Millionen Kronen erreicht haben. Für ein rein philanthropisches Unternehmen ist das schon eine ganz: erkleckliche Summe, als Nationalschatz eines großen Volkes ein minimaler Betrag. Wenn wir den großen Aufgaben, die uns bevorstehen,, einigermaßen gerecht werden sollen, müssen die Einnahmen verdoppelt werden. Vervielfacht müssen sie aber werden, wenn wir ernstlich daran gehen wollen, mit Hilfe des jüdischen Nationalfonds das politische Ziel des Zionismus zu erreichen. Zum Zwecke der Vermehrung unserer ständigen Spenden haben wir uns insbesondere den Ausbau unserer Sammelmittel angelegen sein lassen. Wir haben hierbei ausschließlich jüdische Künstler zugezogen, um in dem kleinen Rahmen, der uns hierbei gesteckt ist, die junge jüdische Kunst zu fördern. Außer der kleinen Palästinamarke von Struck haben wir nunmehr zwei Serien Palästinensischer Landschaftsbilder von dem Maler W e s t f e I d anfertigen lassen und werden eine Jerusalemmarke, die Klagemauer von Lilien darstellend, nächstens herausgeben. Neben dem Diplome des goldenen Buches werden wir wahlweise ein vornehmes Kunstblatt von Lesser Ury als Ehrengabe jedem verehren, der in dasselbe eingetragen wird. Die Herstellung des Deckels des neuen Goldenen Buches haben wir dem „Bezalel"-Werkstätten übertragen, die uns

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