Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 186)
- Language
- German, English, Hebrew
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non für das Gelingen unseres nationalen Gedankens, für die Aufrechterhaltung unserer heiligen Tradition. Es muß wieder das bekannte Wort wiederholt werden: Es ist traurig, daß noch viele Juden keine Zionisten sind, noch viel trauriger, daß viele Zionisten keine Zionisten sind. Das wird immer der Fall sein, solange wir keine in echt jüdischem Sinne geleiteten Schulen haben, in erster Linie jüdische Mädchenschulen, wo für jüdische Kultur in echt jüdischem Geiste Sorge getragen wird. (Lebh. Beifall.); ' Schließlich heben wir hervor, der hebräische Lehrer, die jüdische Schule können nichts ausrichten, solange die Gemeinde und die Schulkomitees nicht erobert worden sind. Für diese Eroberung muß das A. C, die zionistische Leitung, ganz besonders sorgen. Erst wenn die Gemeinde erobert ist, kann in der Schule in der jüdischen Erziehungsfrage eine Umwertung der Werte im jüdisch-nationalen Sinne vollzogen werden. Möge der Kongreß in der Kulturdebatte diesen Fragen seine Aufmerksamkeit zuwenden. Möge die Erziehung unserer Jugend im Geiste unserer heiligen nationalen Tradition unsere ernsteste Sorge bilden, auf daß der Wunsch Herzls bald in Erfüllung gehe: „Wann eracht' ich als gelungen Mein Bemüh'n auf dieser Erden? Wenn^ aus armen Judenjungen Stolze junge Juden werden!" (Stürmischer Beifall.) Sekr. Dr. Rosenblüth: Ich erlaube mir, dem Kongresse einige Mitteilungen zu machen (liest): Die Journalisten versammeln sich heute, abends Q1/2 'Uhr, im Cafe Rembrandt, II. Bez., Untere Augartenstr. 11. Heute abend und morgen vormittag findet im Tempel in der Leopoldstadt, Tempelgasse, ein von der Kultusgemeinde zu Ehren des Kongresses veranstalteter Gottesdienst statt. Beginn des Abendgottesdienstes Uhr. Beginn des Morgengottesdienstes 8 Uhr. Die westösterreichische Landsmannschaft trägt ihren am Tage vor der Kongreßeröffnung verstorbenen treuen Gesinnungsgenossen Herrn Ing. Isidor Löwenbein in das Goldene Buch des Jüdischen Nationalfonds ein und spendet hierfür 314 Kronen. Die kinematographische Gesellschaft „Misrach" teilt mit, daß eine besondere Vorstellung für die Kongreßteilnehmer Samstag, nachmittags von 6—8 Uhr, stattfindet. Der akademische Festakt findet Samstag, um 8 Uhr, in der Katarinenhalle statt. Die Ausgabe der Karten an die eingeladenen Korporationen findet morgen, von 9 Uhr ab, am Schalter statt. Die westösterreichische Landsmannschaft versammelt sich Freitag, i/23 Uhr nachmittags, im Beethovensaal, Nr. 5. Photographien von Gruppen von Kongreßteilnehmern können im Schalter für den Photographen „Preiß", Karmeliterplatz 1, welchem die Kongreßaufnahmen übertragen wurden, bestellt werden. Vizepräsident Stand: Herr Rechtsanwalt Dr. Rosenbaum hat das Wort zu einer Mitteilung. Del. Dr. Rosenbaum: Die Mitglieder des Permanenzausschusses der russischen Landsmannschaft werden ersucht, unmittelbar nach Schluß der Kongreßsitzung sich zu versammeln. Da sehr viele nicht anwesend sind, bitte ich jene Herren, die hier sind, es den anderen mitzuteilen. 12*