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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 172

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 172 (sequence 179)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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- 172 — zu entscheiden haben, hängt nicht mit der Palästinadebatte und nicht mit der Bankdebatte zusammen (Zwischenrufe und Unruhe), sondern es handelt sich um die Wiederherstellung eines Prinzips, gleichgültig ob Sie die Finanzinstitute diesem E. A. C. oder einem anderen E. A. C. übergeben wollen. (Stürmischer Beifall.) Worauf wir bestehen müssen und was hier gründlich erörtert (wurd'e, ist die Einheitlichkeit unserer Bewegung in dem Sinne, wie sie von Herzl inauguriert worden ist. Das ist ein Herzisches Erbe, daß wir die Sache nicht zerreißen lassen dürfen und ich bitte, diesen Vertagungsantrag abzulehnen, sich durch nichts weich machen zu lassen und jetzt Ihre Meinung offen zum Ausdruck zu bringen. (Lebhafter Beifall.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Das Wort hat Herr Blumenfeld. Del. Blumenfeld (mit lebhaftem Beifall begrüßt): Meine Herren! Ich glaube mit Herrn Dr. Marguli es übereinzustimmen, wenn ich Sie bitte, den Antrag auf Vertagung abzulehnen. Ich glaube, daß Dr. M a r g u 1 i e s mit mir und allen Unterzeichnern des Antrages einverstanden ist, daß wir uns dahin entscheiden, daß wir über das Vertrauensvotum erst nach der Debatte abstimmen. (Rufe: Nein!) Denn es ist unmöglich, daß wir dem E. A. C. das Vertrauen ausdrücken und gleichzeitig den Antrag ablehnen. Del. Kaplansky (mit lebhaftem Beifall begrüßt, spricht hebräisch). Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Wird auf die Uebersetzung verzichtet? (Rufe: Ja! Gegenrufe: Nein!) Dann bitte ich zwei Minuten für Herrn Kaplansky! Ich bitte Herrn Kaplansky, in zwei Minuten in deutscher Sprache zu wiederholen, was er gesagt hat. Wir verlieren sonst noch mehr Zeit. Del. Kaplanski: Meine Parteifreunde Dr. Rosenfeld und Chasano witsch haben bereits erklärt, daß wir über die Decharge für das E. A. C. nicht abstimmen können, bevor wir einen mündlichen Bericht über die Palästinaarbeit, und zwar seitens der Herren Dr. Bodenheimer und Dr. R u p p i n , angehört haben. Ferner erkläre ich, daß es nicht üblich ist, die Vertrauensfrage für das Actions-Comite mit prinzipiellen Resolutionen zu verquicken. (Sehr richtig! Beifall.) Ich zum Beispiel bin für den prinzipiellen Antrag, aber man zwinge uns nicht, bevor wir in einer besonderen Kommission die Erklärung des E. A. C. angehört und das Tatsachenmaterial gesichtet haben, das uns beweisen soll, warum das Baseler Kompromiß sich nicht bewährt hat, schon jetzt über die Frage zu entscheiden. Ich verlange die Einsetzung einer Bankkommission, die diese ungemein wichtige Frage, die für einen Teil des Kongresses eine Kriegsfrage ist, eingehend studieren und nach Anhörung des Bankreferates uns Bericht erstatten soll. (Zustimmung.) Ich bitte, über diesen Antrag eine Abstimmung einzuleiten. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Das Wort hat Herr Dr. Tschlenow. Del. Dr. Tschlenow: Geehrter Kongreß! Ich habe die Ehre, Ihnen folgende Mitteilung zu machen: Die russische Landsmannschaft hat nach mehrfachen Beratungen in folgender Weise Stellung zu der uns beschäftigenden Frage genommen: Der Kongreß bestimmt, daß dem Großen Actions-Comite ein entscheidender Einfluß auf die Bestimmung der Tätigkeit unserer Finanzinstitute eingeräumt werden soll. Dieser Standpunkt ist nach eingehenden Beratungen mit drei Viertel Majorität angenommen worden. Die rusissche Landsmannschaft hat wegen des Zeitpunktes, wann über diese Resolution abgestimmt Werden soll, keinen Beschluß gefaßt. Wir, die Vertreter der Landsmannschaft, haben uns

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