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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 167

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 167 (sequence 174)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 167 — nicht deswegen, weil wir zufrieden sind. Es war sehr liebenswürdig von Herrn Dr. Tschlenow, zu sagen, er sei zufrieden. Wir, als Ihre Leitung, dürfen sagen, wir sind unzufrieden, und wir haben es in unserem Berichte selbst gesagt. Eine Bewegung, die auf dem Standpunkt anlangt, daß sie zufrieden ist, hat die Selbstkritik verloren. Wir können nie zufrieden sein. Der ganze Zionismus ist eine einzige Unzufriedenheit. (Lebhafter Beifall.) Nur Verwalter bestehender Dinge sind zufrieden. Wer ein Ziel hat, wie es uns Dr. HerzI gestellt hat, kann nie zufrieden sein; denn, um dieses Ziel zu erreichen, werden noch viele Generationen sich aufopfern müssen. (Lebhafte Zustimmung - Beifall.) Wir haben Fehler gemacht, und ich will mit ihnen gar nicht über die Einzelheiten richten. In jeder Verwaltung werden Fehler gemacht und müssen Fehler gemacht werden. Wir haben vor allen Dingen vieles nicht getan, weil wir keine Möglichkeit hatten, es zu tun. Das einzige, was wir sagen können und was Sie uns sagen können, ist, daß wir uns nach unseren Kräften Mühe gegeben haben, und daß Sie den Eindruck gewonnen haben, wie Herr M o t z k i n gesagt hat, daß wir einen Schritt vorwärts gekommen sind. (Lebhafter Beifall.) Nun sagt man uns, warum begnügen Sie sich nicht mit der Anerkennung Ihrer Arbeit? Warum bringen Sie noch eine Frage auf den Kongreß, über die es Streitigkeiten geben muß? Geehrter Kongreß! Gestatten Sie mir, einen einzigen Satz aus unserem Bericht zu verlesen. Wir haben verlangt, daß Sie dem Großen Actions-Comite die Machtmittel der Organisation zur Verfügung stellen. Geehrter Kongreß! Nicht dem E. A. C! Sie dürfen überzeugt sein, daß auch unter den Freunden der Richtung des E. A. C. im Großen Actions- Comite nur Männer sitzen, welche ihre eigene Meinung haben, und das E. A. C. weiß ganz genau, daß es auch einmal in der Minorität bleiben kann, wenn die Mitglieder des Großen Actions-Comites sämtlich Aufsichtsräte der Bank und Mitglieder und Genossen des Nationalfonds sind. Es handelt sich nicht für uns, Mamelukengehorsam zu verlangen für ein Kollegium von fünf Personen. Es handelt sich auch nicht darum, daß wir die Machtmittel der Organisation haben wollen für eine Partei. Herr Motzkin hat die politische Bedeutung des Aufsichtsrates auseinandergesetzt. Der Aufsichtsrat, geehrter Kongreß, ist dazu da, um den politischen Einfluß der Organisation auf die Institution zu wahren. Solange das Große Actions-Comite aus sehr vielen Mitgliedern bestand, mußte natürlich ein Ausschuß desselben den Aufsichtsrat bilden. Dieser Ausschuß war aber nie nach Parteien zusammengesetzt, sondern es waren die Männer, welche im wesentlichen den Stamm des Großen Actions-Comites bildeten. Erst auf dem vorigen Kongreß ist der große Fehler begangen worden, daß man uns gezwungen hat, uns damit einverstanden zu erklären, daß der Aufsichtsrat zu einer Parteisache werde, und wir verlangen, daß dieser Beschluß des vorigen Kongresses wieder aus der Organisation beseitigt werde, daß der Aufsichtsrat gerade nicht eine Parteisache ist, sondern daß der Kongreß, daß die Organisation den Einfluß bekommt, der ihr zusteht. (Lebhafter Beifall.) Es tut mir sehr leid, daß ein Diskussionsredner von der Gefährdung der Depositen der Bank gesprochen hat. (Zustimmung.) Ihr Weisen, seid vorsichtig mit euren Worten. (Sehr richtig!) Das E. A. C. wird solche Ausdrücke nie gebrauchen. Die Depositen sind sicher, ob Herr Fischer oder Herr Marmorek oder Herr Ussischkin oder Herr Weizmann im Aufsichtsrat der Bank sitzen. (Lebhafter Beifall.) Wir werden nie unsere Hand dazu geben, was der Herr Diskussionsredner als Ruhmestitel für sich in Anspruch genommen hat, daß die

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