Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 173)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 166 — Korporationen zu vergleichen, welche das Recht haben, alle Gelder, die sie einnehmen können, für die Zukunftsarbeit auszugeben. (Beifall.) Ehe ich. weitergehe, muß ich eine Kleinigkeit aus der Debatte ausschalten. Es ist ein Angriff auf die Zuverlässigkeit unserer Zahlen im Berichte erfolgt. Dieser Angriff beruht auf einem Irrtume, wie er eben bei unseren Kongreßaufregungen leicht vorkommen kann. Die Zahlen des Berichtes sind absolut richtig, mit einer einzigen Ausnahme. Sie sind nämlich durch die Wirklichkeit noch günstiger geworden. (Heiterkeit — Hört! Hört!) Richtig ist, daß die Summe der abgelieferten Schekel ge,gen früher von ca. 55 000 auf 85 000 M. gestiegen ist. Das macht eine Steigerung von mehr als 50 o/o aus. Richtig ist, daß die Zahl der gesammelten Schekel von 104000 auf 127 000 gestiegen ist. Dies ist eine Steigerung von über 20 °/o; mehr haben wir nicht behauptet. Richtig ist, daß wir uns im wesentlichen in den Grenzen des Budgets gehalten haben. Wohl niemand von Ihnen, geehrter Kongreß, hat gedacht, als wir in das Budget 5000 M. für Porti und Telegramme einsetzten, daß das Actions-Comite nun ängstlich aufpassen muß, daß es um Gottes willen nicht mehr als 5000 M. für Porti und Telegramme ausgebe. Sie wissen auch, daß es manchmal politische Aktionen gibt, bei denen man mit Telegrammen nicht sparen darf. Wir haben für die auswärtige Vertretung im Etat eingesetzt 13 000 M. und haben 22 000 M. ausgegeben. Niemand wird erwartet haben, daß man, wenn sich etwa am 1. März herausstellt, daß das für politische Zwecke veranschlagte Geld ausgegeben ist, nun die politische Arbeit bis 1. Juli zu ruhen habe. Was Sie von uns verlangten, ist, daß wir uns im Rahmen desjenigen halten, was Sie uns bewilligen wollten, und das ist ungefähr geschehen. (Rufe: Was ist mit der Presse?) Die Ausgaben, welche wir für die Presse gehabt haben, stimmen ganz genau mit den Zahlen des .Etats überein. Nicht ein Pfennig mehr ist ausgegeben worden und diejenigen von Ihnen, welche mit unseren Arbeiten näher vertraut sind, wissen, wie schwrer es ist, gerade in solchen Dingen einen Etat einzuhalten. Handlungsunkosten ist ein Ausdruck, den ich Ihnen preisgebe, vielleicht ist er Ihnen zu „kaufmännisch". Das sind die Materialien fürs Bureau, der Fernsprecher, die Postgebühren, die Reinigung des Bureaus und tausend Dinge. Vielleicht hätten wir das Bureauutensilien nennen sollen. Aber haben müssen wir das doch jedenfalls. Es geht doch nicht anders. (Zustimmung — Heiterkeit.) Nun gestatten Sie mir, von diesen nebensächlichen Punkten, auf die ich nur ungern eingegangen bin, auf die Hauptsache zu kommen. (Präs. Wolffsohn: Was ist es mit der Abschreibung der „Welt"?) Was die Abschreibung der „Welt" anlangt, — da ich dazu gezwungen werde, es zu sagen — so hat sich leider herausgestellt, daß die von uns übernommene Grundlage der Führung der Administration der „Welt" sich tatsächlich als auf Unrichtigkeiten beruhend herausgestellt hat. (Rufe: Hört!) Wir sind bereit, einem von Ihnen zu wählenden Finanzausschusse die Sache genau darzulegen, ebenso wie wir es den Revisoren gegenüber getan haben. Wir glauben nicht, daß es angebracht ist, vor dem Kongresse eine solche Frage zu behandeln, die mit unseren Ideen nichts zu tun hat. (Zustimmung.) Unsere Schuld ist es nicht, das erkläre ich hier, wenn die „Welt" auch in diesen zwei Jahren soviel Zuschuß gekostet hat wie in den früheren Jahren. Geehrter Kongreß! Der Kern des Kongresses ist folgender: Billigen Sie die Richtung unserer Arbeit, verlangen Sie von uns Fortsetzung der Arbeit oder verlangen Sie eine Aenderung? Unsere Ansieht ist die: Die Arbeiten sollen so fortgesetzt werden, wie sie geführt worden sind, nicht deshalb, weil wir alles für richtig halten, was wir getan haben, L_